Ausgezeichnete Lösung

Schleswig-Holstein und Hamburg gehen gemeinsame Wege

06.05.2010 | Redakteur: Manfred Klein

Ulf Owesen, Bernt Wollesen (Schleswig-Holstein), Dr. Ursula Dankert und Jörn Riedel (Hamburg) sowie Jon Abele (BearingPoint)
Ulf Owesen, Bernt Wollesen (Schleswig-Holstein), Dr. Ursula Dankert und Jörn Riedel (Hamburg) sowie Jon Abele (BearingPoint)

Eine Anlaufstelle für Bürger und Unternehmen. Bislang meist nur ein Wunschtraum. Hamburg und Schleswig-Holstein zeigen nun, dass Länder und Kommunen durchaus gemeinsame IT-Infrastrukturen nutzen können. Den Teilnehmern und Besuchern der Abschlussveranstaltung des eGovernment-Wettbewerbs war das den Publikumspreis wert.

Schleswig-Holstein und Hamburg haben seit geraumer Zeit bewiesen, wie gut Verwaltungszusammenarbeit zwischen zwei Ländern funktionieren kann. Mit ihrem gemeinsamen Konzept „eGovernment Infrastruktur 2.0“ gehen das Flächenland und der Stadtstaat nun noch einen Schritt weiter: Die kommunale Ebene – also die Städte, Gemeinden, Ämter und Landkreise Schleswig-Holsteins – wird in die Zusammenarbeit der Länder eingebunden. Damit wollen die Nordlichter erreichen, dass Bürger und Unternehmen nur noch eine Stelle anlaufen müssen, um Verwaltungsverfahren anzustoßen – egal auf welcher Ebene. Mit diesem One-Stop-Government können die Verwaltungen von Ländern, Kommunen und Wirtschaftskammern schneller, einfacher und effizienter arbeiten.

Wenn einer zur Verwaltung muss, dann hat er viele Wege. Das war einmal. Schon lange gibt es in den meisten Rathäusern die sogenannten Bürgerbüros. Sie arbeiten aufgabenübergreifend. So kann sich hier zum Beispiel ein neu Hinzugezogener – ohne ein weiteres Büro aufsuchen zu müssen – mit erstem Wohnsitz anmelden, eine Hundesteuermarke für „Bello“ abholen und ein Gewerbe anmelden.

Doch wenn derselbe Bürger nun auch noch einen Zweitwohnsitz in seinem Ferienhaus an der Küste anmelden möchte, dann muss er immer noch im dortigen Rathaus vorsprechen. Wenn er gar einen Betrieb mit drei Niederlassungen in verschiedenen Orten gründen will, muss er viele Wege zurücklegen und etliche zusätzliche Anträge bei verschiedenen Behörden ausfüllen.

Nächste Seite: Verwaltungsübergreifende Zusammenarbeit ist machbar

 

Weitere Informationen zum Wettbewerb

 

Ansprechpartner für das Projekt

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 2044075 / Projekte & Initiativen)