eGovernment-Beirat geplant

Schleswig-Holstein: Umsetzung der eGovernment-Strategie beschlossen

| Redakteur: Susanne Ehneß

Zielbereiche und Handlungsfelder der eGovernment-Strategie Schleswig-Holsteins
Zielbereiche und Handlungsfelder der eGovernment-Strategie Schleswig-Holsteins (Bild: Staatskanzlei Schleswig-Holstein)

Die Landesverwaltung Schleswig-Holstein hat ihre Ziele für eine moderne, elektronische Verwaltung überarbeitet und in eine neue eGovernment-Strategie namens „E-Government als Motor der Modernisierung Schleswig-Holsteins“ überführt.

Wie die Landesregierung bekannt gab, hat das Kabinett über die Strategie beraten und beschlossen, den Chief Information Officer (CIO) und das zentrale IT-Management der Landesverwaltung zu beauftragen, „auf Basis der Strategie die Umsetzung zu planen und jährlich kennzahlenbasiert über den Fortschritt zu berichten“.

„Unsere überarbeitete E-Government-Strategie bereitet einen wesentlichen Umsetzungsschritt im Gesamtprozess einer Digitalen Agenda für Schleswig-Holstein vor“, kommentiert Staatssekretär Thomas Losse-Müller.

„Nur wenn wir die Öffentliche Verwaltung grundlegend auf elektronische Geschäftsprozesse und Schnittstellen ausrichten, können wir die Positionierung und Fortentwicklung unseres Landes zu einem digitalisierten Schleswig-Holstein vorantreiben", so Losse-Müller. Die Strategie sei gemeinsam mit Partnern in der Zivilgesellschaft und der Privatwirtschaft sowie den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern und den kommunalen Landesverbänden entwickelt worden und werde nun auch gemeinsam umgesetzt.

Inhalte

Inhaltlich umfasst die eGovernment-Strategie folgende Handlungsfelder:

  • Nutzen für Bürger und Wirtschaft: Digitaler Bürger- und Unternehmensservice, Einstiegsportal zur Verwaltung, Zugang zur Verwaltung und ihren Informationen für alle, Bürgerbeteiligung
  • Verwaltungsmodernisierung: Modernisierung der Prozesse und Strukturen, Rechtliche Grundlage, Personalentwicklung, Wissensmanagement
  • eGovernment-Infrastrukturen: IT-Landschaft harmonisieren und standardisieren, Sicherere elektronischer Verwaltungs- und Informationszugang, Datenschutz und Datensicherheit, Kooperatives eGovernment

Das komplette Strategiepapier ist online als PDF abrufbar.

Hintergrund

Wie die Landesregierung im Strategiepapier abschließend bemerkt, soll der konstruktive Dialog mit allen Akteuren auf dem Gebiet des eGovernment erneuert und der kooperative Ansatz ebenen- und verwaltungsübergreifend gestärkt werden. „Generell gilt, dass diese Strategie einer ständigen Evaluation und Fortschreibung unterliegen soll. Dieses wird in der Staatskanzlei zentral organisiert und über die teilweise skizzierte neue Gremienstruktur im Sinne eines gemeinsamen Ansatzes gewährleistet werden“, heißt es weiter.

Weitere Pläne

Die Landesregierung gab zudem bekannt, zeitnah folgende Schritte mit den Akteuren des eGovernment einzuleiten:

  • Veröffentlichung der eGovernment-Strategie und –Architektur
  • Technische Innovation abschließen
  • Orientieren an Lebenslagen
  • „Identifizieren“ und „Elektrifizieren“ von Großanwendern
  • Orientieren an Vorgehensweisen in Dänemark, Schweden und Estland
  • Etablieren eines eGovernment-Beirats mit KLV, IHK, Wirtschaft, Zivilgesellschaft
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