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Thin Clients: sicher bei günstigen Betriebskosten Schlanke Energiewunder

| Autor / Redakteur: Volker Mehwald / Gerald Viola

Steigende Steuereinnahmen und eine verbesserte Haushalts-lage sorgen wieder für wachsende IT-Investitionen im Öffentlichen Sektor. Eines der wesentlichen Ziele bei der Modernisierung der IT-Ausstattung der Öffentlichen Verwaltung ist die Zentralisierung und Standardisierung der Infrastruktur. Ein entscheidender Schritt in diese Richtung ist das Server Based Computing.

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Der Autor Volker Mehwald ist Key Account Manager Government & Education bei IGEL Technology
Der Autor Volker Mehwald ist Key Account Manager Government & Education bei IGEL Technology
( Archiv: Vogel Business Media )

Durch die Konzentration ehemals verteilter Anwendungen in einem zentralen Rechenzentrum lassen sich Applikationen und Daten erheblich einfacher verwalten. Noch effizienter wird der Zugriff auf die zentralen Rechner, wenn er über fernadministrierbare und verbrauchsarme Thin Clients erfolgt. Der Umstieg von PCs auf einheitliche und wartungsarme Thin Clients steigert die Sicherheit und Verfügbarkeit. Die Zentralisierung von Anwendungs- oder Sicherheitsupdates vereinfacht die Wartung. Die Stromkosten sinken. Darüber hinaus ergeben sich Lizenzeinsparungen. Laut einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT sinken die Gesamtbetriebskosten der Arbeitsplatzinfrastruktur um bis zu 70 Prozent. Dabei ist noch gar nicht berücksichtigt, dass die gängige Nutzungsdauer bei PCs etwa drei bis vier, bei Thin Clients hingegen rund fünf Jahre beträgt. Daher entscheiden sich immer mehr Behörden und Organisationen bei der Standardisierung ihrer IT-Arbeitsplätze für eine Thin-Client-Infrastruktur.

Keine Chancen für Datenspione

In Server-Based-Computing-Architekturen laufen alle Anwendungen auf zentralen Terminalservern. Die zentrale Datenhaltung und -speicherung bewirkt ein höheres Sicherheitsniveau sowie einen geringeren Sicherungsaufwand. Thin Clients tauschen größtenteils nur Bildschirm- und Steuerungsdaten und keine kompletten Dateien mit dem Server aus. Zudem verfügen sie nicht über eigene Laufwerke, was doppelten Datenbeständen, Inkonsistenzen, Datenverlusten und unbefugtem Zugriff auf Informationen vorbeugt. USB-Anschlüsse können administrativ gesperrt oder nur für registrierte Speichermedien freigegeben werden. Daher bieten Thin Clients praktisch keine Angriffsfläche für Datenspionage, Viren oder Trojaner. Die Verschlüsselung der Fernadministration sowie eine sichere Nutzerauthentifizierung mittels Smartcard verstärkt den Schutz sensibler Daten. Über Geräte mit integriertem Smartcard Reader lassen sich nicht nur PKI- und Authentifizierungslösungen, sondern auch eine flexible Arbeitsplatzwahl (Desktop-Roaming) realisieren. Darüber hinaus eignet sich der Smartcard Reader auch für elektronische Signaturen. Eine qualifizierte elektronische Signatur erfordert allerdings externe Geräte mit separater PIN-Eingabe, die aber viele Thin-Client-Hersteller bereits unterstützen.

Kaum eine Infrastrukturtechnologie lässt sich so schnell einführen wie eine Thin-Client-Umgebung. Die Installation der bereits vorkonfigurierten Endgeräte ist wesentlich einfacher als bei Arbeitsplatz-PCs. Mithilfe von Implementierungstools, die einige Hersteller ihrer Managementlösung beifügen, lässt sich die Migration zusätzlich beschleunigen. So können innerhalb weniger Tage mehrere tausend Thin Clients installiert werden. Ebenso einfach lassen sich Außenstellen oder Heimarbeitsplätze anbinden.

Der Austausch fehlerhafter Geräte kann im laufenden Betrieb und innerhalb weniger Minuten erfolgen, Fachpersonal ist nicht erforderlich. Das steigert die Verfügbarkeit der Arbeitsplätze auf über 98 Prozent.

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