Uniklinikum Freiburg

Schlank und mobil

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

Für stationäre Einsatzszenarien setzt die Pflegeabteilung der Uniklinik Freiburg aktuell auf den Allround-Thin Client UD3 LX von Igel
Für stationäre Einsatzszenarien setzt die Pflegeabteilung der Uniklinik Freiburg aktuell auf den Allround-Thin Client UD3 LX von Igel (Bild: Igel Technology)

Thin Clients gelten als schlank und sicher und sind meist nur stationär verwendbar. Wie mobil sie jedoch sein können, zeigt die IT des Pflegebereichs im Uniklinikum Freiburg. Mithilfe von Igel Thin Client-Lösungen ist es der IT-Abteilung der Pflege im Uniklinikum Freiburg gelungen, den Personalaufwand über zehn Jahre hinweg konstant zu halten.

Obgleich die Anzahl ihrer IT-Arbeitsplätze pro Pflegestation in diesem Zeitraum von anfänglich einem auf sechs bis acht gestiegen ist, reichen immer noch zwei Vollzeitstellen aus, um 525 Igel Thin Clients zu betreuen. Ohne die strategische Abkehr vom PC wäre der Personalaufwand doppelt so hoch. Laut Aussage des Herstellers Igel fällt die Einsatzdauer der Thin Clients fast rekordverdächtig aus: Nach bis zu sieben Jahren Dauerbetrieb stehen jährlich etwa 100 Geräte zur Erneuerung an.

Darüber hinaus ist die Client-Standardisierungssoftware „Igel Universal Desktop Converter 2“ (UDC2) im Einsatz, die das IT-Personal zur kosteneffizienten Erstellung von Notebook-Thin Clients nutzt.

Stationäre und mobile Thin Clients

Für stationäre Einsatzszenarien setzt die Pflegeabteilung aktuell auf den Allround-Thin Client „UD3 LX“. Das Einsatzspektrum der Universal Desktop-Modelle reicht vom exklusiven SAP-Arbeitsplatz für das Anforderungsmanagement in der Zentralsterilisation bis zum Shared Desktop im Windows 7-Look, der mehrere Anwendungen im „Pflege-Desktop“ beinhaltet und auch Daten von mobilen Barcodelesern überträgt. Einzelne User arbeiten zudem mit zwei Monitoren (Dual-View).

Laut Hersteller sieht rein äußerlich betrachtet jedoch jedes fünfte Endgerät, das mit der Linux-basierten Universal-Desktop-Firmware von Igel ausgestattet ist, gar nicht wie ein typischer Thin Client aus. Es handelt sich vielmehr um eine konventionelle Notebook-Hardware, auf der ein Software-Thin Client mit Linux als Betriebssystem läuft. Die Hardware-Anforderungen sind überschaubar und entsprechen Consumer-Modellen: Eine SSD mit vier Gigabyte und einem Gigabyte RAM genügen, um mithilfe der UDC2-Software einen Notebook-Thin Client zu erzeugen.

Durch essentielle Funktionen für den mobilen Einsatz müssen die Anwender weder auf eine Batterieanzeige, noch auf erweiterte Grafiktreibermodi oder das WiFi-Feature „Igel Wireless Café“ verzichten. An diesen Geräten kommen auch einzelne Applikationen in einem Microsoft App-V Paket zum Einsatz. Auf diese Weise entstehen für nur 450 Euro inklusive Monitor robuste, tragbare Endgeräte für die Pflegedokumentation.

Erstellung der Notebook-Thin Clients über das Netzwerk

Laut Aussage des Herstellers sei auch der Migrationsprozess einfach: Das Thin Client-Betriebssystem gelangt netzwerkbasiert über einen TFTP-Server auf die Notebook-Hardware, nachdem sie per „PXEBoot“ direkt über ein eigens dafür eingerichtetes lokales Netzwerk gestartet wurde. Die UDC2-Installation läuft automatisch durch, bis der Software-Thin Client konfigurationsbereit ist. Anschließend wird – wie bei den Hardware Thin Clients – über die im Lieferumfang befindlichen Remote-Managementlösung „Igel Universal Management Suite“ (UMS) das vorbereitete Einstellungsprofil zugewiesen. Der gesamte Vorgang soll in etwa zehn Minuten abgeschlossen sein.

Einheitliches Remote-Management

Über die UMS lassen sich ausnahmslos alle Hardware- und Software-Thin Clients gemeinsam remote administrieren und verwalten. Zu den für das Uniklinikum Freiburg wichtigsten Funktionen zählen dabei die zentralen Firmware-Updates und das profilbasierte Fernmanagement, mit dem sich beispielsweise Dualview, Tastaturen mit EGK-Leser oder bestimmte Web-Applikationen (Kioskbetrieb) schnell einrichten lassen.

Das Uniklinikum Freiburg arbeitet seit Jahren mit Igel Thin Clients
Das Uniklinikum Freiburg arbeitet seit Jahren mit Igel Thin Clients (Bild: Igel Technology)

„Für uns ist es heute kaum mehr vorstellbar, zum Client/Server-Computing mit PCs zurückzukehren“, resümieren Ursula Krechel-Fennell, EDV-Koordinatorin des Pflegedienstes und Dr. Michael Kraus, Leiter des Klinikrechenzentrums am Uniklinikum Freiburg. „Das Pflegepersonal schätzt die Thin Clients wegen ihrer Zuverlässigkeit, die IT-Mitarbeiter wegen der sehr guten Management- Unterstützung durch die Igel UMS. Unterm Strich erreichen wir damit eine hohe Benutzeranzahl bei geringstmöglichem personellem Einsatz in der IT.“

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