Aufzeichnung von physiologischen Parametern

Schlafen ist gut – Kontrolle ist besser

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

Der Rekorder des „MED-300“ bestitz eine hohe Speicherkapazität und kann Schlafphasen bis zu zwölf Stunden lang aufzeichnen
Der Rekorder des „MED-300“ bestitz eine hohe Speicherkapazität und kann Schlafphasen bis zu zwölf Stunden lang aufzeichnen (Bild: Infoscan)

In der Diagnostik von schlafbezogenen Atmungsstörungen (SBAS) steht die medizinische Forschung noch relativ am Anfang. Aktuell ermöglichen neue, kostengünstige Technologien jedoch deutliche Fortschritte in der Forschung und Behandlung, etwa bei als „Dyspnea“ bekannten Störungen.

Diese Störungen machen sich durch die Beeinträchtigung oder gar das Ausbleiben der Luftzirkulation im oberen Atmungsapparat während des Schlafes bemerkbar. Eine direkte Folge ist der auftretende Sauerstoffmangel (Hypoxie) des Organismus, der durch die Messung der Sauerstoffsättigung des Blutes klar erkennbar wird. Durch die Blockade des oberen Atmungsapparates oder das Aussetzen des Atmungsimpulses wird die nächtliche Atmung flacher oder setzt sogar für kurze Zeit vollständig aus, wie im Falle des Schlafapnoe-Syndroms (SAS).

Gesunder Schlaf wird garantiert

Die in der Telemedizin und Telemetrie tätige polnische Forschungs- und Entwicklungseinrichtung „Infoscan“ hat eine Lösung entwickelt, die dabei hilft, schlafbezogene Atmungsstörungen zu erkennen und einen tiefen und gesunden Schlaf zu garantieren. Das „MED-300“ von Infoscan zeichnet physiologische Parameter auf, ist dank des GL865-QUAD von Telit

Der GL865-QUAD ist das neueste Mitglied der Telit GSM / GPRS LCC- Familie und zeichnet sich durch einen extrem niedrigen Stromverbrauch aus
Der GL865-QUAD ist das neueste Mitglied der Telit GSM / GPRS LCC- Familie und zeichnet sich durch einen extrem niedrigen Stromverbrauch aus (Bild: Telit)

GPRS-fähig und hilft so, das Schlafapnoe-Syndrom mit einer höheren Genauigkeit zu diagnostizieren. Das Gerät erfasst und übermittelt Daten von sieben physiologischen Parametern durch 13 Messkanäle. Die GPRS-Übertragung sendet die Daten direkt an das Hauptserversystem, was einen Krankenhaus- oder Praxisaufenthalt überflüssig macht. So können Patienten ihr Diagnose-Programm für SAS ganz bequem daheim und ohne medizinisches Fachpersonal durchführen.

Echtzeitkontrolle aller gemessenen Parameter

Ein weiteres wichtiges Merkmal des MED-300 ist die große Speicherkapazität des Rekorders, die Schlafphasen bis zu 12 Stunden lang aufzeichnet. Obwohl das Gerät dazu direkt am Körper angebracht wird, spürt es der Patent dank der kompakten Ausmaße und des geringen Gewichts kaum.

Ein Display erlaubt die Echtzeitkontrolle aller gemessenen Parameter, wie der Pulsfrequenz, der Atmung und der EKG-Kurve. Wegweisend ist jedoch die Vernetzung mit dem Krankenhaus, dem das Gerät per GPRS sämtliche Daten online auf den Server übermittelt.

Dort erlaubt eine spezielle Software unterschiedliche Analysen: Das Krankenhauspersonal kann bisherige Aufzeichnungen abrufen, die Blutversorgung bestimmen und Veränderungen in den gemessenen Parametern nachweisen. Auch wenn das theoretisch ein weiterer Schritt zum papierlosen Krankenhaus ist, lassen sich die Ergebnisse der Auswertung natürlich auch für die Krankenakte ausdrucken.

Die Datenübertragung wird durch ein Telit GL865-QUAD sichergestellt, ein vierfach-GSM/GPRS-Gerät in einem LCC-Package (Leadless Chip Carrier) mit besonders geringem Energieverbrauch, erhöhter Temperaturtoleranz und kompaktem Profil. Die Module werden an dafür vorgesehenen Kontakten an der Oberfläche installiert. Diese Konfiguration ist ideal für unkomplizierte und kostengünstige Anwendungen, die auf vierschichtigen Leiterplatinen basieren. Da keine eigenen Anschlüsse mehr nötig sind, sinken die Kosten im Vergleich zu bisherigen Diagnosegeräten deutlich.

Ergänzendes zum Thema
 
Telit GL865-QUAD
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