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SaaS-Angebot für Business Intelligence (BI) in neuer Version „SAP BusinessObjects BI OnDemand“ ist mehr als nur benutzerfreundlich

Autor / Redakteur: Rüdiger Spies / Katrin Hofmann

SAP hat die neueste Version seines BI (Business Intelligence)-Software-as-a-Service (SaaS)-Angebotes, die „SAP BusinessObjects BI OnDemand“, angekündigt.

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Rüdiger Spies, Independent Vice President, Enterprise Applications, IDC München
Rüdiger Spies, Independent Vice President, Enterprise Applications, IDC München
( Archiv: Vogel Business Media )

Die BI-On-Demand-Lösung ist ein neues Produkt, das aus einer Kombination von zwei bereits existierenden SaaS-BI-Plattformen von SAP besteht: Crystalreports.com und der vorherigen Version der „SAP BusinessObjects BI OnDemand“-Plattform.

Crystalreports.com wurde von der Firma Business Objects, sie 2008 in die SAP Deutschland eingegliedert wurde, bereits im Jahre 2006 verfügbar gemacht. Es handelt sich hierbei um eine Plattform, die es bestehenden Business-Objects-Kunden ermöglicht, vorhandene Business Objects-Reports hochzuladen, um diese anderen Kollegen zugänglich zu machen. Dies war bislang für eine bestimmte Anzahl von Reports kostenfrei.

Die vorherige Version von „SAP BusinessObjects BI OnDemand“ bestand aus einer gehosteten Version einiger Business-Objects-Tools aus dem Business-Intelligence- und Enterprise-Information-Management-Portfolio und bot darüber hinaus die Möglichkeit, eine kundenspezifisches Data Warehouse zu hosten.

Die neue Plattform enthält nun auch den „SAP BusinessObjects Explorer“, bei dem es sich um ein suche-basierendes Explorations- und Visualisierungs-Tool handelt. „SAP BusinessObjects Explorer“ erlaubt es Kunden, Suchbegriffe einzugeben, große Datenvolumen auszulesen, die Daten mittels eines einfach zu bedienenden Interface zu untersuchen und sie mit Kollegen in einem Report-Format zu teilen. Der Explorer wurde zum ersten Mal im Jahre 2008 als Frontend zum SAP BW Accelerator angeboten. Im November 2009 wurde er als Frontend für beliebige Datenquellen und Data Warehouses freigegeben. Der Explorer erfreut sich großer Beliebtheit bei den SAP-Kunden. Nach Aussagen von SAP handelt es sich um eines der meistverkauften Werkzeuge des Unternehmens.

Die neue Version der SaaS-BI-Plattform beinhaltet auch einen Accelerator für Saleforce.com und bietet die Analyse von Kundendaten sowie die Option, ein Data Warehouse „in der Cloud“ für aus Salesforce.com stammende Daten zu konfigurieren.

Die größere SaaS-Perspektive für SAP

SAP-BI ist für SAPs SaaS-Angebot ein wichtiger Bereich. Derzeit hat SAP für seine SaaS-BI-Tools zirka 260.000 Subskriptionen. Leider macht das Walldorfer Unternehmen keine Angaben darüber, wie viele dieser Kunden die Software kostenfrei beziehungsweise kostenpflichtig nutzen. Insgesamt handelt es sich aber durchaus um eine eindrucksvolle Anzahl von Nutzern.

Im Vergleich dazu gibt es für SAP BusinessByDesign (BbD) derzeit nur rund 100 Kunden. Dieses Angebot besteht seit dem Jahr 2007 und hat bisher die Ramp-Up-Phase nicht wirklich verlassen können. Die aktuelle Version 2.1 bietet keine vollständige Multi-Tenant-Fähigkeit, obwohl sich die Architektur Stück für Stück in diese Richtung entwickelt hat. Die Version 2.5, die schon bald zur Verfügung stehen soll, wird laut SAP eine vollständige Multi-Tenant-Architektur haben.

IDC ist der Meinung, dass die Version 2.5 von BbD ein sehr wichtiges Release für das Unternehmen sein wird, um seine Glaubwürdigkeit im SaaS-Markt zu demonstrieren. Obwohl das BI-On-Demand-Angebot nicht in direktem Zusammenhang mit BbD steht, konnte SAP doch sehr wichtige Erfahrungen mit der BI-Plattform gewinnen.

Unter anderem mehr darüber, warum SAP aus der Sicht von IDC mit seiner Marketingausrichtung für das BI-On-Demand-Angebot mehr Zielgruppen als bislang ansprechen könnte und an welchen Stellen BI-Anbieter bei Kunden an Grenzen stoßen können, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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