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SOA-Philosophie macht Verwaltungsanwendungen wiederverwertbar

Sanfter Wandel für mehr Effizienz

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3. Durchführung des Projekts mit klassischem Projektmanagement

Bei der Planung und Durchführung des konkreten Projekts kommt es vor allem darauf an, pragmatisch zu bleiben und nicht weit über das eigentliche Projekt hinaus zu planen. Bewährte Verfahren des Projektmanagements können direkt auf den Aufbau einer SOA übertragen werden – denn die hohen Anforderungen, die an die Abwicklung operativer oder fachlicher Projekte gestellt werden, gelten auch für die Planung einer neuen, servicebasierenden Systemarchitektur.

4. Planung und Durchführung weiterer Projekte

Hier beginnt der Zyklus von vorne – bereichert durch die Erfahrungen des Pilotprojekts und anderer Verwaltungseinrichtungen. Funktionen und die Zahl ihrer Verwendungsmöglichkeiten müssen erneut definiert werden. Mit jedem umgesetzten Service erweitert sich das serviceorientierte Netzwerk einer effizienten IT-Architektur. Damit ein optimales Zusammenspiel möglich ist, sollte beim Zuschnitt der Services auf die richtige Granularität geachtet werden, denn hier gibt es keine Patentrezepte. Wenn die Services zu umfangreich sind, kommen die IT-Mitarbeiter in die unangenehme Lage, für jede neue oder sich veränderte Anforderung auch einen neuen Service erstellen zu müssen. Diese weisen zwar häufig nur eine geringe Variation auf, ihre Implementierung ist jedoch zeitaufwändig und damit kostenintensiv. Sind die Services zu klein angelegt, ähnelt das schon nach kurzer Zeit einem Service-Zoo, der aufgrund seiner Unübersichtlichkeit schwer zu verwalten ist und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit funktionale Überlappungen aufweist. Deshalb ist es so wichtig, sich beim Zuschnitt der Services auf die Fachlichkeit zu stützen und den operativen Nutzen einer Funktion nicht aus den Augen zu verlieren.

5. Ausbau der Architektur

Die weitere Planung funktioniert nicht ohne eine Gesamtstrategie. Hier empfiehlt es sich, ein projektübergreifendes Team einzuführen, das über eine Top-down-Sicht die weiteren Ausbaustufen festlegt, Synergien erkennt und Regeln aufstellt. Dieses Regelwerk betrifft Verantwortlichkeiten, Service Level Agreements (SLAs) und Implementierungsstandards. Ob zur Steuerung der einzelnen Arbeits- und Verwaltungsschritte eine Workflow Engine auf Basis der Business Process Execution Language, kurz BPEL, erforderlich ist, sollte in jedem Einzelfall individuell entschieden werden. Gleiches gilt für weitere Module wie beispielsweise einen Enterprise Service Bus (ESB) oder andere Middleware-Lösungen.

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