SOA-Philosophie macht Verwaltungsanwendungen wiederverwertbar

Sanfter Wandel für mehr Effizienz

31.07.2008 | Autor / Redakteur: Dr. Michael Bark / Gerald Viola

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche SOA-Einführung ist eine sorgfältige Planung
Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche SOA-Einführung ist eine sorgfältige Planung

Bund, Länder und Kommunen stehen gleichermaßen vor der Herausforderung, ihre Prozesse zu verschlanken und mit neuen Services für mehr Bürgernähe zu sorgen. Die zentralen Schlagworte der Verwaltungsreform sind eGovernment und modernes Verwaltungsmanagement – zwei Aspekte, die ohne einen nachhaltigen Ausbau der Kommunikations- und Informationsinfrastruktur kaum zu realisieren sind.

Da jedoch ein schlagartiger Umbau der kompletten IT-Landschaft nicht nur zu kostspielig, sondern auch zeitlich kaum zu bewältigen wäre, setzen immer mehr Öffentliche Einrichtungen auf einen schonenden Wandel nach den Prinzipien der serviceorientierten Architektur. Die Ende der 90er-Jahre unter dem Motto „Moderner Staat, moderne Verwaltung“ gestartete Reform der Bundesverwaltung forderte neben dem sukzessiven Abbau der Bürokratie in erster Linie den Wechsel zu einem modernen Verwaltungsmanagement und den verstärkten Einsatz von eGovernment-Lösungen. Die ehrgeizigen Ziele des Bundes tragen bereits Früchte: Heute können Bürger und Unternehmen schnell und unbürokratisch über das Internet auf zahlreiche Verwaltungsdienste zugreifen. Das Prinzip der serviceorientierten Architektur (SOA) diente von Beginn an als effiziente Methode, Anwendungen und Services sinnvoll zu integrieren und online bereitzustellen. Deshalb haben zahlreiche Behörden mit dem Start der Verwaltungsreform zugleich einen Paradigmenwechsel in ihren IT-Abteilungen eingeläutet: Der Wandel von statischen, isolierten Systemen hin zu einer SOA-basierenden, anpassungsfähigen IT-Infrastruktur.

Flexibilität und Wiederverwertbarkeit

„Die Informations- und Kommunikationstechnik ist zur treibenden Kraft bei der Modernisierung von Staat, Politik und Öffentlicher Verwaltung geworden“, so die Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung, kurz KBSt. Der Bund betont die immense Bedeutung eines einheitlichen Architekturkonzepts, das die Gestaltung „einer flexiblen und wirtschaftlichen IT-Infrastruktur für den Betrieb von Fachanwendungen und zentralen Diensten“ unterstützt. Die Zusammenarbeit und Bereitstellung von Anwendungen – in der Regel über verschiedene Standorte hinweg – kann nur dann sinnvoll und effizient gestaltet werden, wenn die zugrunde liegenden IT-Systeme optimal ineinandergreifen und Modifizierungen jederzeit ohne großen Aufwand möglich sind. Der Einsatz von SOA-basierenden Komponenten und Servicemodulen sorgt für ein hohes Maß an Wiederverwertbarkeit einzelner, bereits bewährter Lösungen – vom Einsatz in Bundesbehörden bis zur Anwendung auf kommunaler Ebene. Damit unterstützt der evolutionäre SOA-Ansatz nicht zuletzt auch eine flexible Anpassung der IT an sich schnell ändernde Anforderungen.

 

Alles dreht sich um den Service

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