Verankerung der Informationstechnologie in der Landesverwaltung

Sachsen-CIO: „eGovernment kann nur im engen Schulterschluss gelingen“

01.04.2010 | Redakteur: Manfred Klein

Sachsen-CIO, Dr. Wilfried Bernhardt, strebt gemeinsame Lösungen mit den Kommunen, den Ländern und dem Bund an
Sachsen-CIO, Dr. Wilfried Bernhardt, strebt gemeinsame Lösungen mit den Kommunen, den Ländern und dem Bund an

Wilfried Bernhardt, Staatsekretär im Justizministerium von Sachsen, ist der designierte CIO des Freistaates. Bernhardt hat sich auf europäischer Ebene und beim Aufbau des eJustice-Systems einen Namen gemacht.

eGovernment Computing sprach mit dem künftigen Landes-CIO über die eGovernment-Ziele Sachsen und die Schwerpunkte seiner künftigen Aufgabe.

Herr Dr. Bernhardt, Sie sind designierter CIO des Freistaates Sachsen. Wann werden Sie Ihren neuen Job antreten, und welche Aufgaben erwarten Sie dann?

Bernhardt: In meiner Funktion als Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium der Justiz und für Europa bin ich bereits heute zuständig für das Thema Staatsmodernisierung sowie für Grundsatzfragen und Koordinierung von Planung, Organisation und Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnik, für das eGovernment in der Staatsverwaltung und das kommunale eGovernment. Meine formelle Bestellung zum Beauftragten für Informationstechnologie der Staatsregierung beziehungsweise zum Chief Information Officer (CIO) wird gegenwärtig innerhalb der Staatsregierung abgestimmt.

Als meine wesentliche Aufgabe sehe ich die Verankerung der Informationstechnologie in der politischen Steuerung der Landesverwaltung. Hierzu führe ich den Vorsitz des Lenkungsausschusses für IT und eGovernment, dem Gremium für Grundsatzentscheidungen der IT und des eGovernment in der Landesverwaltung, in dem die Staatssekretäre der Landesregierung Sachsen vertreten sind. Daneben werde ich künftig die sächsischen Interessen in den Bund-/Länder-koordinierenden IT- und eGovernment-Gremien vertreten, vor allem im neuen IT-Planungsrat. Zu meinen weiteren Aufgaben gehören der Transfer übergreifender Anforderungen der EU in den staatlichen und kommunalen Bereich, der Ausbau der länderübergreifenden Zusammenarbeit auf den Gebieten Verwaltungsmodernisierung, Informationstechnologie und eGovernment, das Initiieren von Partnerschaften des Freistaates mit Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Wahrnehmung der Funktion eines Ansprechpartners für die Kommunalen Spitzenverbände, etwa bezüglich der Schaffung von Organisationsformen für Informationstechnologie und eGovernment, die gemeinsam von Staat und Kommunen in Sachsen getragen werden.

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