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Saarland bündelt IT-Strukturen in Landesrechenzentrum

| Redakteur: Manfred Klein

(Foto: Finanzministerium Saarland)

Der saarländische Ministerrat hat grünes Licht für ein wichtiges Vorhaben der Verwaltungsmodernisierung im Saarland gegeben und die landesweite Neuausrichtung der IT-Strukturen beschlossen. Zentrales Ziel des Vorhabens ist die Konsolidierung der Landes-IT. Erste Details der Vereinbarung gab das Land jetzt bekannt.

„Mit der IT-Neuausrichtung kommt es zu einer Bündelung der Informationstechnologie der Landesverwaltung“, erklärte der Minister für Europa und Finanzen, Stephan Toscani, vor der Landespressekonferenz. Mehrfach vorgehaltene Infrastruktur würde zusammengeführt und gleichzeitig die Vielzahl unterschiedlicher Standards- und Systeme reduziert. Damit sei ein wirtschaftlicherer Betrieb der Landes-IT möglich.

„Wir werden unsere IT-Systeme nicht mehr in den Ministerien an verschiedenen Standorten verteilt betreiben, sondern in einem leistungsfähigen IT-Dienstleistungszentrum integrieren.“

Dieses Dienstleistungszentrum werde aus dem bisherigen Landesrechenzentrum ZDV Saar entstehen. „In keinem Bereich entwickeln sich die technischen Herausforderungen so stark wie im Informatiksektor“, erläuterte Stephan Toscani. „Durch Bündelung von Know-how an einer Stelle machen wir unsere Verwaltung fit für zukünftige IT-Herausforderungen.“

Stephan Toscani betonte, dass die IT-Neuausrichtung aus vorhandenen Mitteln finanziert werde. „Die IT-Systeme der Ressorts werden schrittweise in das Dienstleistungszentrum verlagert. Zunächst werden acht Stellen aus den Ressorts zum Aufbau der neuen Strukturen in das IT-Dienstleistungszentrum verlagert.

Um die Abstimmung zwischen den Ministerien zu optimieren, wird ein IT-Planungs- und Steuerungsgremium geschaffen, in dem über die zukünftige Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik entschieden und die IT-Zentralisierung begleitet wird. Der Leiter des Zentralen IT-Managements (CIO) Dr. Hanno Thewes wird diesem Gremium vorsitzen.

Finanzminister Stephan Toscani wies darauf hin, dass die IT-Neuausrichtung nicht nur den Fokus auf die Landesverwaltung richte.

„Wir unterstützen die enge Zusammenarbeit zwischen den Rechenzentren der Kommunen, der Hochschulen und des Landes“, so Stephan Toscani. Ziel sei es, die IT zukünftig ebenenübergreifend in einer virtuellen „Saarland-Cloud“ zu bündeln, so dass Behörden einzelne IT-Dienste abrufen können ohne selbst Infrastruktur vorhalten zu müssen. Damit werde die Basis für eine innovative Verwaltung gelegt.

Der IT komme in der Öffentlichen Verwaltung eine Schlüsselposition zu. Durch elektronisches Dokumentenmanagement, IT-basierte Fachverfahren und beschleunigte Verwaltungsverfahren durch online-Schnittstellen zu Bürgern und Unternehmen, werde die Verwaltung effizienter. Stephan Toscani: „Wenn wir in Zukunft mit weniger Personal auskommen müssen, geht dies nur, wenn wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung mit IT-Systemen unterstützen.“

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