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IT-Dienstleister trumpft mit Open Source CMS auf RUHR.2010 stellt Typo3 auf den Prüfstand

Redakteur: Gerald Viola

Typo3 ist stark im Kommen, steht jedoch in dem Ruf, ein Ressourcenfresser zu sein. Eignet sich Typo3 auch für große Projekte? Funktioniert das bekannte Open Source Content Management System (CMS) auch unter hoher Last? Wo liegen die Fallgruben auf dem Weg zu einem erfolgreichen Portal mit hoher Reichweite unter Verwendung von Typo3? Auf diese Fragen gibt Sascha Schieferdecker, Projektleiter bei der Citkomm für die Umsetzung RUHR.2010, eine Antwort.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Anfang 2008 prüfte die Citkomm im Auftrag des Regionalverbandes Ruhr (RVR) die Möglichkeit, mit Typo3 ein Portal aufzubauen, in dem die Webseiten des Regionalverbands Ruhr und seiner Tochtergesellschaften zentral gepflegt werden können. Zu den Tochtergesellschaften des RVR zählen die RUHR.2010 GmbH, die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) und die Wirtschaftsförderung Metropoleruhr GmbH (WMR).

Von der zentralen Pflege und der gemeinsamen technischen Basis der Webseiten versprach man sich Synergien bei der Realisierung der Einzelprojekte und die Möglichkeit, Content zwischen den einzelnen Projekten auszutauschen.

Neben Typo3 stand noch ein kommerzielles Closed Source CMS zur Auswahl, das ähnlich leistungsstark ist. Die eingehende Analyse der Citkomm ergab, dass die geplanten Projekte mit beiden Systemen realisierbar wären. Die größere Verbreitung von Typo3 und die damit verbundene größere Auswahl an Dienstleistern gaben letztendlich den Ausschlag für die Verwendung des Open Source CMS Typo3.

Die Citkomm erhielt den Auftrag, mit Typo3 ein sogenanntes Basis-CMS einzurichten. Darüber hinaus sollte eine grundlegende Auswahl an Erweiterungen implementiert werden, damit diese allen Projektseiten zur Verfügung stehen.

Diese Erweiterungen umfassen neben diversen, als Open Source zur Verfügung stehenden Plugins wie Bildergalerien, Adressverwaltung, Newsletter und Newsmodul, auch die Eigenentwicklung weitaus komplexerer Erweiterungen wie zum Beispiel eine Karteneinbindung auf GIS-Basis und eines Veranstaltungskalenders, der von allen Projektteilnehmern genutzt werden kann. Der Veranstaltungskalender wird aktuell auf der Website www.ruhr2010.de genutzt.

Damit sich die an den Projekten beteiligten externen Dienstleister bei ihren Entwicklungen an vorgegebene Standards halten und so eine möglichst einheitliche Entwicklung gewährleistet wird, erstellte die Citkomm ein Pflichtenheft.

Die Citkomm erhielt auch den Zuschlag für die Realisierung von www.metropoleruhr.de, dem neuen Portal des RVR für das Ruhrgebiet, das im Februar 2010 online ging.

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