Case Study: Modernisierung der Netzwerk-Infrastruktur

Ruhr-Uni Bochum ist clever verkabelt

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Seit Jahren bezieht die Uni Kabel bei der „tde-trans data elektronik GmbH“ (TDE) aus Dortmund. „TDE verwendet qualitativ hochwertige Kabel. Darauf achten wir besonders, nachdem wir schon einmal über 3.000 Kabel anderer Hersteller austauschen mussten, weil sie Wackelkontakte verursachten“, so Schwarz. In vielen Gesprächen mit den Experten wurde erläutert und abgewogen. Als Resultat präsentierte TDE ein patentiertes Trunk-Patch-Verbindungskabel.

In dessen Mehrmantelkonstruktion werden sechs Patchkabel in einen Gesamtkabelmantel zusammengefasst. Eine Fan-Out-Einheit überführt den Trunk beidseitig in sechs Peitschen, an deren Enden RJ-45-Stecker angebracht sind. Die Längen der einzelnen Peitschen sind so abgestuft, dass jedes Patchkabel exakt bis zum dafür vorgesehenen Port reicht.

Die gewünschte Verringerung des Platzbedarfs wurde durch die Reduktion der Kabelmaterialdicke und das Zusammenfassen der Patchkabel zu einem Strang erreicht. Eine längenmäßige Anpassung und Abstufung der Peitschen optimiert das Abknickverhalten und vermeidet störende Überlängen. Durch eine farbliche Kodierung der Stecker entsteht nach der Installation ein durchgängiges Farbmuster. Dadurch sollen die Verlegearbeiten dreimal schneller von der Hand gehen als mit Einzelverbindungskabeln, und Steckfehler sind praktisch ausgeschlossen.

Farbkontrolle

Auf diese Weise erfolgt eine optische Endkontrolle, denn tanzt ein Stecker farblich aus der Reihe, wurde offensichtlich fehlerhaft gepatcht. Die Zeiteinsparung ist beträchtlich: Bei herkömmlicher Einzelverkabelung dauere das Patchen eines Ports ungefähr 60 Sekunden. Mit den TDE-Kabeln benötige der Installateur lediglich 15 Sekunden für einen Steckvorgang. „Außerdem bietet das Verkabelungssystem einen positiven psychologischen Nebeneffekt, denn das Resultat getaner Installationsarbeit ist ordentlich und optisch ansprechend. So macht Patchen viel mehr Freude, als wenn man im Anschluss kaum noch die Tür des Datenkabelschrankes zubekommt“, erklärt Schwarz.

Bereits bei der Installation würden alle Ports aktiviert und mit den jeweiligen elektronischen Komponenten verbunden. Ein zeitraubendes nachträgliches Patchen sei dadurch überflüssig, alle Anschlussdosen seien einsatzbereit und könnten jederzeit aktiviert werden. Bei vielen RZ-Betreibern sei es üblich, Elektronik erst bei Bedarf nachzukaufen. Aber der Kostenfaktor Elektronik sei durch gesunkene Switchkosten nicht mehr so relevant, sodass die Vorteile einer sofortigen Komplett-Installation überwiegen: Einmal verkabelt, bleibt der Datenschrank geschlossen.

Ein weiteres Plus: Während eine herkömmliche Verkabelung nicht revisionsfähig sei, da ein Umstecken eines Verbindungskabels keinerlei Spuren im System hinterlasse, ließen sich softwarebasierte Umkonfigurationen der Elektronik genau nachverfolgen.

„Neben der Platz- und Zeitersparnis haben uns die kinderleichte Installation und die haptische Qualität der Kabel überzeugt. Das Trunk-Patch-Kabel ist eine für uns maßgeschneiderte Lösung“, zeigt sich Schwarz überzeugt.

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