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RTO | Recovery Time Objective | Wiederanlauf-Dauer

| Redakteur: Gerald Viola

Bei der Havarie eines Server – oder im schlimmsten Fall des kompletten Rechenzentrums – steht die Frage im Raum: Wie lange darf die Herstellung des produktiven Zustandes dauern? Die

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Bei der Havarie eines Server – oder im schlimmsten Fall des kompletten Rechenzentrums – steht die Frage im Raum: Wie lange darf die Herstellung des produktiven Zustandes dauern? Die Zeitspanne der zulässigen (verkraftbaren) Downtime wird bei der Definition von Serviceleveln in der Kategorie RTO, Recovery Time Objective, festgelegt.

Die Wiederanlauf-Dauer (RTO für Recovery Time Objective) ist die maximale Zeit, die die Wiederherstellung eines Computers, Systems, Netzwerks oder einer Anwendung, nach einem Ausfall oder einer Katastrophe in Anspruch nehmen darf. Die Festlegung der RTO hat ihren Maßstab in den zu erwartenden Einnahmeverlusten je Zeiteinheit und den Kosten der benötigten Verfügbarkeitstechnik. Die RTO wird in Sekunden, Minuten, Stunden oder Tagen gemessen und ist wichtig bei Überlegungen zum Disaster Recovery.

Es sind zahlreiche Studien auf dem Markt, die z. B. die typischen Kosten des Ausfalls in einer Branche (Banken, Versicherungen, Produktion) pro Stunde beziffern. Der Anwender erhält damit eine Kalkulationsgrundlage, ob eine Technik mit 99,9- oder 99,999-prozentiger (five 9s) Verfügbarkeit zu installieren ist. Aus den Studien geht hervor, dass die Kosten sowohl von langfristigen und nicht konkreten Auswirkungen als auch von unmittelbaren, kurzfristigen und konkreten Faktoren abhängen. Ist die RTO einmal für eine Anwendung definiert, können Administratoren entscheiden, welche Notfallwiederherstellungsmaßnahmen sich am besten für die Situation eignen.

Die Technik bietet hier von gespiegelten Rechenzentren (erlaubte Ausfallzeit kleiner fünf Minuten) bis hin zum konventionellen Backup (erlaubte Ausfallzeit größer 87 Stunden) sehr granulare und mehr oder weniger kostspielige Methoden an.

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