Projekt auf den Philippinen

Rollout biometrischer Führerscheine

| Autor: Susanne Ehneß

Rund 1 Million philippinische Bürger besitzen einen biometrischen Führerschein
Rund 1 Million philippinische Bürger besitzen einen biometrischen Führerschein (© obs/Dermalog Identification Systems GmbH)

Vor drei Monaten hat das „Land Transport Office“ (LTO) der Philippinen die ersten biometrischen Führerscheine ausgestellt. Jetzt wurde das System landesweit installiert. Damit kann die Behörde bis zu 500.000 Fahrlizenzen pro Monat ausgeben.

„Dank des neuen Systems können wir Führerscheine jetzt wesentlich schneller ausstellen“, kommentiert Edgar Galvante, Leiter der LTO. „Daher sind wir zuversichtlich, dass wir den gegenwärtigen Rückstand bei der Lizenzvergabe bis April 2018 aufholen können.“

Die Technik für die biometrischen Führerscheine hat der deutsche Biometrie-Anbieter Dermalog geliefert. Geschäftsführer Günther Mull zeigt sich zufrieden: „Wir sind sehr stolz, dass wir dieses ehrgeizige Projekt in so kurzer Zeit umsetzen konnten. So konnte das System bereits vier Monate nach Projektstart in Betrieb genommen werden. Nach drei weiteren Monaten konnten wir den landesweiten Rollout an den insgesamt 257 Standorten des LTO abschließen.“

Betrug aufdecken

Mit 32 Sicherheitsmerkmalen und einem zusätzlichen biometrischen Merkmal sei der neue Führerschein derzeit das sicherste Ausweisdokument auf den Philippinen. Um eine Lizenz zu erhalten, muss jeder Antragsteller seine Fingerabdrücke abgeben, die dann mit Hilfe des „Automatisierten Fingerabdruck-Identifizierungssystems“ (AFIS) in einer Datenbank abgeglichen werden. Hierbei erkennt das System laut Dermalog doppelte Identitäten und verhindert so Betrug.

Mehr als 20 Versuche, einen zweiten Führerschein unter einem anderen Namen zu beantragen, seien bereits in den ersten Wochen nach der Inbetriebnahme des Systems verhindert worden.

Procedere

Laut Anbieter beträgt die Ausgabezeit des neuen Führerscheins rund zehn Minuten – von der Registrierung bis zum Eingravieren der Daten per Laser in die Karte. Das Löschen oder Verändern der Daten werde dadurch erschwert. Zudem halten die neuen Karten laut Dermalog deutlich länger, weil sie aus einem besonders robusten Kunststoff bestehen.

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