2012 wird der IT-Planungsrat auch in Brüssel tagen

Rogall-Grothe wieder Chefin im IT-Planungsrat

| Redakteur: Gerald Viola

Cornelia Rogall-Grothe, BfIT und Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern (Foto: BMI)
Cornelia Rogall-Grothe, BfIT und Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern (Foto: BMI)

Länder und Bund wechseln sich beim Vorsitz im IT-Planungsrat ab. Nach Baden-Württemberg übernimmt die IT-Beauftragte der Bundesregierung, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, zum Jahreswechsel das Zepter und kündigt Dienstreisen nach Brüssel an.

In diesem Jahr hat der IT-Planungsrat unter dem Vorsitz des Landes Baden-Württemberg unter anderem die Umsetzung der Nationalen eGovernment-Strategie auf den Weg gebracht – auf Basis der Projekte neuer Personalausweis, der einheitlichen Behördennummer 115 und „De-Mail“.

Der bisherige Vorsitzende des IT-Planungsrats, Ministerialdirektor Dr. Herbert Zinell, Amtschef des Innenministeriums Baden-Württemberg: „2011 hat der IT-Planungsrat maßgebliche Projekte zur Umsetzung der Nationalen eGovernment-Strategie begonnen. Dadurch können alle Behörden, aber auch die Städte, Gemeinden und Kreise, ihre IT-Nutzung sicherer und wirtschaftlicher gestalten.“

Schwerpunkt weiter IT-Sicherheit

Die IT-Beauftragte der Bundesregierung will diese Arbeiten konsequent fortführen: „Bund und Länder werden unter Steuerung durch den IT-Planungsrat die verschiedenen IT-Systeme zu einer föderalen IT-Infrastruktur zusammenführen. Wichtige Entscheidungen zur IT-Harmonisierung sind bereits getroffen. Unter dem Vorsitz des Bundes werden wir im IT-Planungsrat an weiteren Schritten zur Gemeinsamkeit arbeiten.“

Ein Schwerpunkt sei die IT-Sicherheit. Der IT-Planungsrat habe im Oktober 2011 ein Konzept für eine Leitlinie Informationssicherheit verabschiedet, die auch verbindliche IT-Sicherheitsstandards enthalten soll.

Ministerialdirektor Dr. Zinell: „Die steigende Anzahl an Sicherheitsvorfällen macht das Arbeiten im Verbund immer bedeutsamer. Die Errichtung eines gemeinsamen Warn- und Informationsdienstes, an dem wir intensiv arbeiten, ist eine wichtige Maßnahme.“

Europa fest im Blick

Um den europäischen Austausch zu befördern, wird der IT-Planungsrat im kommenden Jahr unter anderem in Brüssel tagen. Staatssekretärin Rogall-Grothe: „Die Zusammenarbeit in Europa wird auch in der IT immer wichtiger. Wir sind bereits jetzt vielfach grenzüberschreitend vernetzt. Dies muss sich auch durch eine angemessene Koordinierung und Harmonisierung unserer IT-Landschaften nicht nur über föderale, sondern – in angemessenem Umfang – auch über nationale Grenzen hinweg ausdrücken.“

Die nächste Sitzung des IT-Planungsrats findet am 8. März auf der CeBIT in Hannover statt.

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