Sicherheit

Risikomanagement im Gesundheitswesen

| Autor: Ira Zahorsky

Der TÜV SÜD zeigt, welche Risiken im Gesundheitswesen zu beachten sind
Der TÜV SÜD zeigt, welche Risiken im Gesundheitswesen zu beachten sind (Bild: Pixabay/ElasticComputerFarm)

Krankenhäuser sind seit 2013 verpflichtet, ein Risikomanagement- und Fehlermeldesystem zu haben. Doch Kliniken aller Größenordnungen haben Probleme bei der Umsetzung. Der TÜV SÜD gibt Tipps, wie Risiken minimiert, durch effizienten Ressourceneinsatz die Wirtschaftlichkeit erhöht sowie Fehler vermieden werden können.

Der Fokus in einem systematischen Risikomanagement im Gesundheitswesen sollte auf der Patientensicherheit liegen. Die medizinische Versorgung sollte angemessen, richtig und wirksam sein, denn die Auswirkung von Fehlern kann nachträglich oft nicht mehr beeinflusst werden. Alle Personen, die mit der Behandlung eines Patienten zu tun haben, sollten an der Definition von wirkungsvollen Maßnahmen für die Risikovermeidung beteiligt werden.

Auch mit den Themen Datenschutz, IT-Sicherheit und Cyber-Kriminalität müssen sich Krankenhäuser und Praxen intensiv auseinandersetzen. Gemäß Patientenrechtegesetz muss Zweckbindung, Datensparsamkeit und Transparenz im Umgang mit sensiblen Patientendaten gewährleistet sein. Das bedeutet, es dürfen nicht mehr Daten abgefragt werden als unbedingt nötig und Kliniken müssen im Behandlungsvertrag und bei Patienteneinwilligungen transparent darstellen, wofür sie verwendet werden. Neben regelmäßigen Datenschutzschulungen der Mitarbeiter sollten auch die eingesetzten Systeme überprüft werden.

Hinsichtlich haftungsrechtlicher Aspekte ist zudem auf eine durchgängige und korrekte Dokumentation zu achten. Und auch das Beauftragtenwesen sollte analysiert werden: Welcher Bedarf besteht? Welche Rollen sind zu vergeben? Werden die jeweiligen Personen entsprechend geschult und mit den nötigen finanziellen Mitteln ausgestattet?

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