Onlinezugangsgesetz

Rheinland-Pfalz führt Online-Nutzerkonto ein

| Redakteur: Ira Zahorsky

Das Online-Nutzerkonto soll rheinland-pfälzischen Bürgern den Zugang zu Verwaltungsleistungen erleichtern.
Das Online-Nutzerkonto soll rheinland-pfälzischen Bürgern den Zugang zu Verwaltungsleistungen erleichtern. (Bild: © thodonal - stock.adobe.com)

Ab sofort können sich Bürgerinnen und Bürger sowie Organisationen in Rheinland-Pfalz ein Online-Nutzerkonto einrichten, mit dem sie künftig Verwaltungsleistungen beantragen können. Diese Funktion wird gemeinsam von Land und Kommunen angeboten.

Nach dem Onlinezugangsgesetz (OZG) sollen in Deutschland bis Ende 2022 Verwaltungsleistungen online angeboten werden. Hierzu sind umfangreiche Anpassungen der Verwaltungsprozesse und Erweiterungen der vorhandenen IT-Infrastrukturen erforderlich. „Mit dem Nutzerkonto schaffen wir die erste benötigte Infrastruktur, damit Verwaltungsleistungen zeit- und ortsunabhängig zur Verfügung stehen“, sagte Innenstaatssekretär Randolf Stich.

Das Nutzerkonto bietet Funktionen wie Identifizierung, Authentifizierung, rechtssichere elektronische Kommunikation sowie einen Dokumentensafe, in dem zum Beispiel elektronische Bescheide aufbewahrt werden können. Erforderliche Daten und Dokumente müssen vom Antragsteller dann künftig nur einmal bereitgestellt werden und können anschließend für mehrere Verwaltungsleistungen verwendet werden, sofern die Nutzerinnen und Nutzer ihr Einverständnis erklären. Das spart Mehrfachangaben und somit Zeit. Die Online-Angebote sollen sukzessive ausgebaut werden.

Weiterentwicklung des rlpServiceKontos

Bereits im September 2018 hatten sich das Land und die kommunalen Spitzenverbände auf ein gemeinsames Bürger- und Unternehmenskonto, das rlpServiceKonto, verständigt. Eine Kooperationsvereinbarung erweiterte im Anschluss die langjährige Zusammenarbeit und legte die Grundlage für eine technische Standardisierung bei der Umsetzung der Verwaltungsprozesse in Rheinland-Pfalz. Die Kooperationsvereinbarung war eine der ersten, mit der in einem Flächenland die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes zwischen Land und Kommunen vereinbart wurde. „Die Fortentwicklung auf Grundlage der Kooperationsvereinbarung des im Jahr 2016 online gestellten rlpServiceKonto erscheint nun in einem neuen Design und sieht sich technologisch für die Zukunft gewappnet“, ergänzt Michael Mätzig, der Geschäftsführer des Städtetages, für die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände.

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Ich kann mich erinnern, dass der Bund Anfang der 2000er Jahre das auch vorhatte. Da ist dann...  lesen
posted am 27.11.2019 um 11:37 von woksoll


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