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End-of-Lifecycle-Management bei Energieversorgern

Revisionssichere, nachweisbare Löschung von Datenträgern

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Zertifizierte Lösungen

Die Löschsoftware von Blancco bezieht die verschiedensten Speicherorte ein – vom mobilen Endgerät bis zum virtuellen Server
Die Löschsoftware von Blancco bezieht die verschiedensten Speicherorte ein – vom mobilen Endgerät bis zum virtuellen Server
(Bild: Blancco)

Dafür ein geeignetes Tool zu finden, ist in der Realität häufig leichter gesagt als getan. Unternehmen wissen oftmals nicht, wie sie den Angebotsdschungel der unterschiedlichen Sicherheitsdienstleister durchdringen sollen. Orientierung bieten beispielsweise geprüfte, zertifizierte und zugelassene Lösungen. Diese garantieren die vollständige Datenlöschung nach aktuellen Datenschutzrichtlinien.

Eine solche Zulassung besitzt zum Beispiel die finnische Löschsoftware von Blancco. Das modulare Softwarepaket liefert ein Konzept, das nicht nur die Löschung von Festplatten einbezieht, sondern auch die verschiedensten Speicherorte – vom mobilen Endgerät bis zum virtuellen Server.

Denn häufig ist eine Datenlöschung bereits vor der Ausmusterung der Speichermedien oder Endgeräte nötig. Blancco geht das Entfernen der Daten gleich auf mehreren Ebenen an – egal ob einzelne Dateien, sogenannte LUNs (logische Laufwerke in aktiven Umgebungen) oder virtuelle Maschinen gelöscht oder Festplatten, Storage-Systeme beziehungsweise ganze Server stillgelegt werden sollen.

Praxisbeispiel

Mit gutem Beispiel in puncto Datenlöschung geht unter den Energieversorgern die Würzburger ­Versorgungs- und Verkehrs GmbH (WVV) voran. Die WVV betreibt unter anderem die Straßenbahn in Würzburg und stellt Garagen und Parkplätze zur Verfügung. Als Energiedienstleister beliefern die Stadtwerke Würzburg als Tochterunternehmen deutschlandweit mehr als 140.000 Kunden mit Strom.

Um alle Informationen bei Bedarf rechtskonform zu löschen, wurde ein umfassendes Datenlöschmanagement umgesetzt. Die WVV nutzt dabei mehrere Lösungen von Blancco: Ein Modul löscht beispielsweise Daten von unterschiedlichen mobilen Solid-State-Speichermedien wie USB-Sticks, Secure Digital (SD) Memory Cards, Compactflash Cards, Microdrives und anderen Flash-Media-Speichermedien.

Mit einer weiteren Löschlösung lassen sich die internen und externen Speicher von Mobilgeräten löschen. Denn ein Zurücksetzten der Werkseinstellung bei Smartphones und Tablets ist keine Garantie für effektives Löschen, da die Daten meist problemlos wiederhergestellt werden können.

Mit einem weiteren Modul lassen sich bis zu vier Festplatten gleichzeitig löschen, ohne dass diese aus ihrem Rahmen gelöst werden müssen. Zudem kommt eine zentrale Steuerungs- und Kontrolleinheit (Blancco Managementconsole) zum Einsatz, mit der sich die Prozessführung deutlich verbessert hat: Die vielfältigen Möglichkeiten zur Automatisierung aller Stufen des Löschmanagements – vom Hochfahren der IT-Geräte, der Steuerung des Löschvorgangs, der Berichterstellung und -versendung bis hin zum Herunterfahren der Geräte – steigern die Produktivität und beschleunigen die Prozesse um 20 bis 30 Prozent.

Nach jedem Löschprozess wird ­automatisch ein detaillierter Bericht erstellt und ermöglicht somit einen umfassenden Nachweis zur Geräteverwendung, damit die Löschprozesse lückenlos nachverfolgt werden können. Zusammen mit der Zeitersparnis durch die weitgehende Automatisierung der Löschprozesse hat die IT der WVV damit mehr Kapazitäten für ihre Kernaufgaben.

Fest steht: Nach den Datendiebstahl- und NSA-Skandalen der vergangenen Zeit, sollte der Schutz von Kunden- und Unternehmensdaten heute oberste Priorität haben. Zu einer ganzheitlichen Sicherheitsstrategie gehört dabei nicht nur die zuverlässige Sicherung von Daten, sondern letztendlich auch ein professionelles und nachweisbares Datenlöschmanagement.

Die Autorin: Tanja Kühnl ist Geschäftsführerin bei Blancco

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