Aufwendige kommunale Pflichtaufgabe: Abwasser[Gesponsert]

Ressourcen freisetzen

| Autor: Martin Knust*

3D-Scan eines Kanalschachtes – die Zustandsdaten wollen beherrscht sein
3D-Scan eines Kanalschachtes – die Zustandsdaten wollen beherrscht sein (Bild: WTE)

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Die Verwaltung erfüllt mit der Datenverarbeitung stets eine wichtige Rolle. So auch in der Abwasserbeseitigung. Sie sammelt Informationen, identifiziert Probleme, entwickelt Vorschläge und initiiert Entscheidungen.

Das Abwasser zählt nun nicht zu den populärsten Politikfeldern. Dadurch verlaufen die technischen und betriebswirtschaftlichen Prozesse dort oftmals unterhalb der politischen Aufmerksamkeit. Es ist zugleich eine der aufwendigsten kommunalen Pflichtaufgaben und gerät wegen der Gebühren- und Beitragsfinanzierung häufig in die öffentliche Wahrnehmung.

Seit der Wiedervereinigung hat die Abwasserbeseitigung zu Recht einen­ hohen Grad an Regulierung erreicht. Der Interessenverband DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall) definiert hierbei mit seinen technischen Regelwerken den Stand der Technik. Kein Aufgabenträger, der etwa Abwasserkanäle betreibt, kommt ohne die dort beschriebenen Austauschformate „ISYBAU“ aus. Schnittstellen ergeben sich aus Vermessungsleis­tungen, Betriebsaufgaben, Inspektionen, Zustandsbewertungen und Sanierungen.

Nur wer diese Schnittstellen und große Datenmengen beherrscht, kann den ­Zustand seines Kanalnetzes kennen(lernen) und in eine politische Entscheidungsfindung überführen. Um die Informationsverarbeitung etwa im Kanalbetrieb adäquat zu organisieren, braucht es qualifizierte Leistungsbeschreibungen bei der Leistungsvergabe, eine stetige Durchsetzung des ­Güteschutzes, umfassende IT-Infrastruktur, Know-how zur Datenbankverwaltung und ausgereifte Softwaresysteme.

All das bindet Ressourcen, die vielen kommunalen Aufgabenträgern schlicht fehlen. Aus diesem Grund betreibt die WTE Betriebsgesellschaft mbH am Standort in Hecklingen (Sachsen-Anhalt) das GBM®Rechenzentrum. Dort werden den Aufgabenträgern eigenentwickelte Softwareanwendungen über Client-Server-Systeme bereitgestellt. Das bedeutet, dass der Aufgabenträger sich um die eigentliche Datenbankverwaltung nicht mehr kümmert.

Gleichzeitig steht ihm mit den Clientprogrammen eine gut beherrschbare Auskunftsplattform zur Verfügung. Zur Auswahl stehen Fachanwendungen wie GIS, Kanaldatenbank, Anschlussbeitragswesen, Niederschlagswassergebühr, Wartungs- und Instandhaltung sowie Prozessleitsysteme.

* Der Autor: Martin Knust, Leiter Abteilung Ingenieurdienstleistungen, WTE Betriebsgesellschaft mbH, www.abwasser-it.de.

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