In Zeiten von eGovernment und eAkte

Rentenversicherung verlagert 8,3 Mio. Akten in neues Hochsicherheitsarchiv

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Vier Fragen zum Projekt, (k)eine Antwort

Die Akten der Deutschen Rentenversicherung Bund lagern derzeit verteilt in drei Archivstandorten. Etwa 170 Kilometer Akten werden von Iron Mountain übernommen. Dazu sind täglich rund 34.000 Akten in das neue Hochsicherheitsarchiv zu transportieren. Nach geschätzten 1.000 Fahrten und 264 Arbeitstagen sollen im März 2015 die letzten Dokumente ihr neues Zuhause erreichen.

Allerdings tun sich in Zeiten von eGovernment und der eAkte vier Fragen auf:

  • Warum wurde für Papier-Akten ein neues Hochsicherheitsgebäude gebaut?
  • Wie hoch sind die Kosten?
  • Wo wurden die Akten bisher gelagert?
  • Wie sieht es aktuell mit der elektronischen Akte bei der Rentenversicherung Bund aus? Es muss ja „etwas“ vorhanden sein, wenn Rentenauskünfte online (nPA) erteilt werden können.

Ein Pressereferent der Rentenversicherung Bund zu eGovernment Computing: „Die Papierakten werden bisher in eigenen Archiven der DRV Bund gelagert. Mit der Umstellung auf die rein elektronische Bearbeitung werden Papierarchive künftig wegfallen. Die Iron Mountain Deutschland GmbH wurde vorübergehend damit beauftragt, die Akten zu archivieren. Dazu hat sie das Hochsicherheitsgebäude auf eigene Kosten neu bauen lassen.“

In der Ausschreibung hatte es die DRV Bund so beschrieben:

„Umsetzung eines ganzheitlichen Dienstleistungskonzeptes im Großraum Berlin für den überwiegenden Teil der Aktenarchive der DRV-Bund: Übernahme und Betrieb der physischen Aktenarchive inkl. der Aktenaufbewahrung, -bereitstellung und -annahme. Die DRV-Bund möchte eine langfristige Dienstleistungspartnerschaft mit einem Privatunternehmen begründen.“

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