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Konzern entlässt 7.800 Mitarbeiter Rekordabschreibung und Massenentlassungen bei Microsoft

| Redakteur: Klaus Länger

Microsoft-CEO Satya Nadella hatte ja bereits schmerzhafte Einschnitte angekündigt. Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Microsoft streicht 7.800 Jobs, hauptsächlich in der Phone-Sparte, und schreibt 7,8 Milliarden US-Dollar aus der Nokia-Übernahme ab. Das ist mehr als die 7,2 Milliarden US-Dollar, die der Hersteller für die Mobile-Sparte der Finnen gezahlt hat.

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In Zukunft wird es nur noch wenige Lumia-Modelle von Microsoft geben. Beerdigen will man in Redmond die eigene Smartphone-Sparte aber nicht.
In Zukunft wird es nur noch wenige Lumia-Modelle von Microsoft geben. Beerdigen will man in Redmond die eigene Smartphone-Sparte aber nicht.
(Bild: Microsoft)

Dass die von Nokia übernommene Phone-Abteilung von Microsoft nicht gerade gut läuft, war ja bekannt. Eine Abschreibung in Höhe von 7,8 Milliarden US-Dollar überrascht dann doch. Denn diese Summe tut sogar einem Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen wie dem Software-Giganten weh. Ausbaden müssen die schlechten Zahlen bei den Windows-Phones aber primär die 7.800 Mitarbeiter, die im Zuge der Umstrukturierung der Mobile-Sparte ihre Jobs verlieren.

Modellpalette wird eingeschrumpft

Komplett aufgeben wird Microsoft die eigenen Smartphones und vor allem Windows 10 als Smartphone-Betriebssystem aber nicht. Stattdessen will man in Redmond eher auf Partner setzen, um „ein dynamisches Windows-Ökosystem“ zu schaffen, zu dem auch die eigene Geräte-Familie gehören soll, so Nadella in einer E-Mail an die Microsoft-Belegschaft.

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Konkret wird das wohl bedeuten, dass die zuletzt recht ausufernde Vielfalt an günstigen aber wenig profitablen Einstiegsgeräten wohl radikal gestutzt wird und es nur noch wenige Lumias geben wird, die wahrscheinlich alle Preisbereiche abdecken werden. Die 940er als neue Flaggschiff-Geräte passen jedenfalls zur neuen Strategie. Wahrscheinlich werden die meisten Jobs in den noch verbliebenen, von Nokia übernommenen Fabriken gestrichen. Es ist zu erwarten, dass Microsoft dem Vorbild vieler Hersteller und auch Apples folgen wird, und die Geräte von Auftragsfertigern ich China produzieren lässt.

Wie erfolgreich die neue Strategie sein wird, bleibt aber abzuwarten. Denn bislang standen die Smartphone-Hersteller nicht gerade Schlange, um Geräte mit Windows auf den Markt bringen zu dürfen.

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