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Wie die IMTB „impfen“ lernte Reiten wir die Welle – oder reitet sie uns?

Die Pandemie hatte die letzten beiden Jahre nicht nur das gesellschaftliche, sondern auch das berufliche Leben fest im Griff und kaum eine Branche, die im Dienstleistungsbereich für den öffentlichen Dienst zu Hause ist, kam umhin, ihren Beitrag zu leisten. Die IMTB kam durch ihre multidisziplinäre Ausrichtung und die bereits bestehenden Projekte mit der Senatsverwaltung für Gleichstellung, Pflege und Gesundheit (SenGPG) als Unterstützung in der Berliner Impfkampagne zum Einsatz.

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Corona Impfzentren (CIZ) in Berlin
Corona Impfzentren (CIZ) in Berlin
(© Ralph Naumann)

Bereits im November 2020 wurde durch den SenGPG Krisenstab darum gebeten, bei Aufbau und Umsetzung des Impfprojekts zu unterstützen. Aus der ursprünglichen Anfrage für Projektmanagement und Strukturierung des Krisenstabs entwickelte sich schnell eine „Was gerade wichtig ist“-Mission.

Die Fülle an Aufgaben im Bereich des Impfmanagements wuchs von Tag zu Tag.

Zunächst galt es „nur“ die Fragen nach der technischen Grundausstattung der Corona Impfzentren (CIZ) in Berlin zu begleiten. Dazu gehörten Fragen wie: Welche Software brauchen wir für Terminvereinbarung und Dokumentation, welche Prozesse müssen für alle CIZ eingeführt und etabliert werden, um eine lückenlose Dokumentation sicher zu stellen, wie muss die Ausschreibung für diese Software lauten und wer kann sich um die damit einhergehenden Vergabeverfahren kümmern? Die nie zuvor dagewesene Lage schuf jedoch ungeahnte Lernprozesse, indem man sich weit aus dem eigentlichen Zuständigkeitsbereich herausbegab und unterstützte, wo immer Hilfe benötigt wurde. Lösungsorientierung als Wegweiser im Projektverlauf.

Von den Themen „Aufbau eines CIZ“, im wahrsten Sinne des Wortes „Bau“, bis hin zur Verteilung mobiler Endgeräte in den sechs CIZ und deren Inbetriebnahme, ja, jedes einzelnen Endgeräts, gab es keine Aufgaben, die den Mitarbeiter*innen der IMTB zu schwierig oder ungelegen waren. Es galt gemeinsam mit allen beteiligten Gewerken an einem Strang zu ziehen und das Ziel, die Berliner Bevölkerung so schnell wie möglich durch die Impfung vor der Pandemie zu schützen, schnellstmöglich zu erreichen. Zurück zur Normalität zu verhelfen. Die Schwächsten zu schützen.

Durch den Einstieg der Berliner Hilfsorganisationen unter dem Zusammenschluss „Wir helfen Berlin“ konnte man die Organisation und den Aufbau der CIZ vertrauensvoll in verantwortungsbewusste und fachkundige Hände übergeben und sich den IMTB-­näheren Inhalten, wie dem Impfcontrolling und der Datenanalyse, der Administration des Dokumentations- und Terminvereinbarungssystems Doctolib, sowie der operativen Freigabeberatung von Impfstoff auf Basis der zur Verfügung stehenden Kapazitäten widmen.

Heute, nach mehr als 15 Monaten Impfprojekt in Berlin, ist die IMTB immer noch mittendrin statt nur dabei. Durch die stagnierenden Impfzahlen gilt es nun eine Strategie für die Zukunft zu entwerfen. Szenarien für das weitere Vorgehen, um für alle Fälle gerüstet zu sein und bei Wiedereintreten einer Pandemie nicht wieder von vorne anfangen zu müssen. Die sichere datenschutzkonforme digitale Archivierung der Daten der Berliner Bevölkerung, die für die Impfung erhoben werden mussten, gehören hierbei genauso zum Repertoire, wie weiterhin die Analyse und Bereitstellung der aktuellen Daten, die zur Steuerung der noch laufenden Impfkampagne benötigt werden.

Fazit der IMTB: Kein Tag war wie der andere, genauso wie die CIZ war man 7 Tage die Woche in 52 Wochen im Jahr im Einsatz und ritt die Welle, wenn man nicht gerade von ihr überrollt wurde. Es war eine lehrreiche und kräftezehrende Aufgabe, die nicht gemisst werden möchte – aber auch nicht dringend jedes Jahr durchlebt werden muss.

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