Wasserstraßen-Neubauamt in Aschaffenburg

Reibungsloser Ablauf der Schifffahrt und IT-Infrastruktur

| Autor / Redakteur: Sonja Dietz / Susanne Ehneß

Aus der Reduzierung der physikalischen Server ergeben sich aber noch weitere Vorteile: Da nur ein und nicht mehrere Serversysteme angeschafft und gewartet werden müssen, reduzieren sich die Beschaffungs- und Instandhaltungskosten erheblich. Und so sagt auch die Umwelt „danke“, denn durch den Einsatz virtueller Maschinen können wertvolle Ressourcen eingespart werden. Stichwort: „Green IT“.

Green IT

Unter „Green IT“ versteht man neueste Standards, nach denen auch die Telearbeitsplätze des Wasserstraßen-Neubauamts eingerichtet sind. Mit dem Angebot von Home-Office-Lösungen trägt das WNA dem Wunsch der Mitarbeiter nach einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf Rechnung. „Das ist nachvollziehbar, und wir gehen auf dieses Bedürfnis ein“, sagt Müller.

Damit im Home-Office der Austausch zwischen Server und dem gestellten Laptop funktioniert, muss der Telearbeiter lediglich über einen Internetanschluss mit gängiger Bandbreite verfügen. Netzwerkseitig betrachtet, gestaltet sich das Procedere komplexer: „Die Home-Office-Arbeitsplätze sind über den Cisco-Virtual-Private-Network (VPN)-Client an den Provider des Wasserstraßen-Neubauamts, den Deutschen Wetterdienst (DWD), angebunden“, erklärt Experte Ermler. „Jeder Anwender kann sich über seinen Rechner mit einem speziellen Authentifizierungsverfahren einwählen.“

Anschließend baut sich via Internet ein „virtueller Tunnel“ zwischen dem Server des DWD und Client auf, der vor Angriffen von außen schützt. Der Nutzer befindet sich damit im Weitverkehrsnetz des Bundes und hat vollen Zugriff auf alle Anwendungen, Daten und Intranet – genauso wie im Firmennetzwerk. Über die gleiche Technik loggen sich übrigens auch die Mitarbeiter der Baustellenbüros ein.

Ausblick

Die Entwicklungen in der IT stehen bekanntlich nicht still, und so bahnt sich schon das nächste Projekt an. Geplant ist die Einführung von Citrix Xen App oder eines vergleichbaren Produkts, mit dessen Hilfe jeder ans Firmennetzwerk angeschlossene Client die Ressourcen des Servers nutzen kann. IT-Experte Ermler bringt hier den Begriff „Anwendungsvirtualisierung“ ins Spiel: Die Rechenleistung erfolgt nicht mehr lokal auf dem Endgerät, sondern durch den Server, was wiederum Kosten spart, da die einzelnen Clients nicht immer der neuesten Technik entsprechen und somit nicht regelmäßig ausgetauscht werden müssen.

Im Gegenteil. „Im Prinzip könnte man auch auf einen älteren Rechner oder Thin Client zurückgreifen“, sagt Ermler. Ein weiterer Schritt, damit es auch in Zukunft auf dem Main weiterhin heißt: Freie Fahrt voraus!

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 42834409 / Fachanwendungen)