PayPal für Public Sector & eGovernment Regio IT will ePayment ohne Medienbruch für Bürgerservices

Redakteur: Gerald Viola

eGovernment- und Bürgerservices online nutzen und auch bezahlen. Eine Kooperation von Regio IT und PayPal wird es möglich machen, Rechnungen und Gebühren von städtischen Behörden online oder absehbar auch über das Smartphone zu begleichen. Die Experten versprechen Vorteile für Bürger und Behörden.

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PayPal entdeckt eGovernment-Kunden
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(Foto: PayPal)

Ein einmalig angelegtes, kostenloses PayPal-Konto soll den Kunden Sicherheit bei der Bezahlung ihrer Gebühren bieten. Bei jedem weiteren Bezahlvorgang genügt die Identifikation per eMail-Adresse und persönlichem Kennwort. Die Verantwortlichen stellten das Projekt anlässlich der CeBIT vor.

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Zukünftig sollen Bürger verstärkt Transaktionen ohne Medienbruch jederzeit bequem von zu Hause oder unterwegs mit dem Smartphone erledigen, wodurch zeitaufwendige Behördengänge mit langen Warteschlangen am Zahlschalter entfallen. Auch die Behörden werden durch eGovernment mit integrierten ePaymentlösungen entlastet. Zudem übernimmt der Bezahlanbieter PayPal bislang von den Kommunen getragene Ausfallrisiken im Bereich der Lastschriften oder Kreditkartenzahlungen.

„Im Rahmen des kommenden eGovernment-Gesetzes müssen die kommunalen Behörden ein sicheres ePayment-Verfahren anbieten“, erläutert Jürgen Kouhl, Centerleiter Vertrieb & Kaufmännischer Service bei regio iT.

„Der Mehrwert eines eGovernment-Angebotes sowohl für den Bürger als auch für die Verwaltung ist davon abhängig, dass der gesamte Leistungsprozess durchgängig elektronisch und dabei mit einem hohen Sicherheitsstandard umgesetzt wird. Wir freuen uns deshalb sehr, dass wir den Verwaltungen, die bereits zu unseren Kunden gehören, mit PayPal schon jetzt ein so zuverlässiges und vor allem sicheres Online-Bezahlverfahren anbieten können. Gemeinsam mit PayPal werden wir unseren Kundenstamm, zu dem Städte wie Hamburg oder Aachen zählen, weiter ausbauen.“

Die Verträge werden direkt zwischen den teilnehmenden Gemeinden und PayPal geschlossen, regio iT tritt als Lösungsanbieter und Integrationspartner auf.

„Nicht nur im Online-Handel, auch im Bereich des eGovernment entscheidet der problemlose Ablauf der Zahlungsabwicklung über den Erfolg eines Angebots. Zusammen mit regio iT können wir uns nun auch als Top-Partner für den Öffentlichen Sektor positionieren“, so Boris Wolter, Ansprechpartner für den Öffentlichen Sektor bei PayPal. „In Deutschland verfügt PayPal bereits über 12 Millionen aktive Kundenkonten. Dank regio iT können wir unseren Kunden Gebührenzahlungen bei den Stadtverwaltungen und städtischen Unternehmen anbieten.“

Baden-Württemberg will Kommunen von der Suche nach Payment-Providern befreien

Eigene Wege beim ePayment gehen Bund und ein Teil der Bundesländer: Seit dem März vertritt die Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken (KIVBF) aus Karlsruhe die Interessen des Landes und der Kommunen in Baden-Württemberg in der Entwicklergemeinschaft ePayBL (Elektronisches Bezahlen Bund/Länder). Die Entwicklergemeinschaft besteht aus Vertretern des Bundes und der Länder Brandenburg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern.

Ziel ist die Weiterentwicklung und Bereitstellung einer Software für die Durchführung von Online-Zahlungen, die bereits in mehreren Bundesländern von Öffentlichen Verwaltungen in Web-Shops oder bei eBürgerdiensten, genutzt werden kann. Die Bezahlkomponente ePayBL besitzt Schnittstellen zu den wichtigsten Kassensystemen der Verwaltung. Damit wird die Abwicklung sämtlicher kommunaler Bezahlvorgänge im Internet möglich.

ePayBL unterstützt alle gängigen Zahlungsverfahren: Lastschrift, Überweisung, Kreditkarte, Sofortüberweisung, PayPal oder giropay. Die Plattform bietet auch eine Basis für die Umsetzung neuer Anforderungen beispielsweise im Zusammenhang mit der Einführung des einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraums (SEPA) oder beim mobilen Bezahlen.

Geschäftsführer William Schmitt (KIVBF) begrüßt die neuen Chancen für die Kommunen: „Der kommunale Datenverarbeitungsverbund kann mit ePayBL den baden-württembergischen Kommunen jetzt modernste Bezahlmöglichkeiten für Internet-Dienste zur Verfügung stellen.“

Das elektronische Bezahl-System wird voraussichtlich zum Ende des ersten Halbjahres 2013 zentral in dem BSI-zertifizierten Rechenzentrum der KIVBF betrieben: „Durch die zentrale Bereitstellung werden die Kommunen in Baden-Württemberg von der Suche nach eigenen Payment-Providern befreit.“

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