Sichere Kommunikation beim Medizinischen Dienst Redundante Standortvernetzung und mobile VPN-Anbindung

Redakteur: Gerald Viola

IT-Verantwortliche kennen es nur zu gut: Die Entscheidung, ein laufendes System zu modernisieren oder komplett zu erneuern, fällt nicht leicht und wird auch nicht spontan von heute auf morgen getroffen – erst recht nicht die IT- oder TK-Infrastruktur eines Unternehmens. Zu viele Konfliktpotenziale stecken im Verborgenen, die viel Geld und Zeit kosten könnten. Deshalb handeln viele nach der wohlbekannten Maxime „Never change a running system“.

Firmen zum Thema

( Archiv: Vogel Business Media )

Auch Martina Kienzler weiß ein Lied davon zu singen. Die IT-Leiterin des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung Berlin-Brandenburg e.V. (MDK) erkannte frühzeitig, dass die gesamte Telekommunikationsinfrastruktur mit den Jahren immer komplexer wurde und die Bereitstellung von Leistungen wie hohe Bandbreiten, softwarebasierende Verschlüsselung, Firewalls, Website-Hosting etc. bei MDK anderer Bundesländer besser realisiert wurden.

„Diese MDK-Kollegen berichteten zufrieden von weniger komplexen Strukturen und einer höheren Erreichbarkeit der Services“, betont Kienzler. „Damit war es an der Zeit, etwas zu tun, um die Komplexität des Systems in den Griff zu bekommen und dabei die Kosten zu minimieren. Außerdem benötigten wir für unsere 380 mobilen Nutzer eine einfache und vor allem sichere VPN-Lösung zur Einwahl in unser Netz.“

Der MDK Berlin-Brandenburg ist der unabhängige Beratungs- und Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in diesen Bundesländern. Er berät diese Institutionen in sozialmedizinischen Grundsatzfragen und führt Einzelfallbegutachtungen für die Versorgung einzelner Versicherter durch.

Da der bestehende Vertrag mit dem Provider bis Anfang 2009 bestand, konnte sich Martina Kienzler etwas Zeit lassen. Doch die Ausschreibung nahm die IT-Leiterin früh in Angriff, um rechtzeitig einen geeigneten Anbieter zu haben. Drei von ihnen kamen in die engere Wahl.

„Letztlich überzeugte uns das Preis-Leistungsverhältnis von Claranet. Wir bekamen ein Angebot für Service, Bandbreite und Mobil-Lösung zu sehr guten Konditionen“, berichtet Martina Kienzler. „Dass wir mit Claranet auf das richtige Pferd gesetzt haben, zeigte sich in vielen Phasen des Projekts. Um nur ein Beispiel zu nennen: Claranet kümmerte sich um all unsere Belange – auch wenn es darum ging, sich mit der Telekom bezüglich der Anschlüsse und Leitungen auseinanderzusetzen. Außerdem wussten wir dank der regelmäßigen Status-Meldungen durch das Claranet-Projektteam immer, wo wir stehen.“

Die komplette Dienstleistung aus einer Hand

Der MDK entschied sich für die MPLS-VPN-Lösung (Multi Protocol Label Switching Virtual Private Network) des Frankfurter Managed Services Providers. „Die Vorteile liegen auf der Hand“, erläutert Andy Schaffranka, Account Manager bei Claranet. „Alle MDK-Standorte können dank inoffizieller IP-Adressen, die im Internet keine Gültigkeit haben und so auch nicht geroutet werden müssen, sowie durch zusätzliche IP-Header innerhalb des MPLS-Netzes sicher kommunizieren.“

So beauftragte Martina Kienzler im August 2008 Claranet mit der Bereit- und Umstellung, dem Anschluss sowie der Konfiguration aller relevanten Leitungen, Firewalls und VPN-Zugänge: „Wir wollten alles aus einer Hand beziehen, deshalb haben wir Claranet auch mit dem Hosting unserer Website beauftragt. Zudem legten wir sehr viel Wert auf Redundanz in Bezug auf die Firewalls und die Leitungen, die jetzt als SDSL- und zusätzlich als ISDN-Verbindungen für Ausfallsicherheit sorgen.“

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie die Umstellung in drei Stunden über die Bühne ging

Umstellung in nur drei Stunden

Im November 2008 bestellte das Claranet-Projektteam die Leitungen für alle 13 Standorte. So konnten die Frankfurter Experten und das IT-Team systematisch damit anfangen, die für Januar 2009 geplante Großumstellung vorzubereiten. Das von Claranet entsandte Team bestand aus mehreren Personen, die jeweils für einzelne Bereiche des Projekts zuständig waren. „Als Account Manager war ich in der Anfangsphase für die Angebotserstellung und Vertragsgespräche verantwortlich – aber auch für die weitere Projektentwicklung in der Betreuung des Kunden“, erläutert Schaffranka.

„Der Provisioning Agent fungierte als ausführende Kraft vor Ort, der unter anderem den Netzplan angelegt und die Leitungen bestellt hat – natürlich alles in Absprache mit dem Solution Architect, der den Überblick über das Projekt während des gesamten Zeitraumes behalten musste. Unser Network Engineer kümmerte sich ausschließlich um die Hardware, das heißt, den Anschluss und die Konfiguration der Router sowie des Netzwerkes.“

Um das Tagesgeschäft der rund 580 MDK-Mitarbeiter so wenig wie möglich zu beeinflussen, wurde ein Tag für die Umstellung vereinbart. Die Software-Installationen der Claranet-VPN-Lösung auf den insgesamt 380 Notebooks führte das Team von Martina Kienzler bereits in einer sehr frühen Projektphase durch. „Für die komplette Umstellung setzten wir uns eine enge zeitliche Frist“, berichtet Dennis Meyer, Provisioning Agent bei Claranet.

„Von 8 Uhr bis spätestens 18 Uhr wollten wir die Umstellung vollzogen haben. Alles funktionierte reibungslos, sodass wir in nur drei Stunden die gesamten Leitungen umgestellt hatten – pünktlich zum Mittag.“ Ein Erfolg, der insbesondere auf die sehr gute Kommunikation zwischen den einzelnen Teams vom MDK und Claranet zurückzuführen ist. „Ganz wichtig war auch, dass wir alle – sowohl von Kunden- als auch von unserer Seite – regelmäßige Status-Meldungen gaben. Dadurch entstand eine Transparenz, die das gute Verhältnis untereinander förderte“, konstatiert Meyer.

Schnell und ohne Ausfall

Mit der neuen Lösung von Claranet hat nun der Medizinische Dienst der Krankenversicherung Berlin-Brandenburg e.V. alles aus einer Hand – von der Anbindung der mobilen Nutzer über die Vernetzung der insgesamt 13 Standorte bis hin zur Website, die Claranet hostet. „Dank des Projektteams konnten wir unsere Maßnahmen schnell und ohne nennenswerte Ausfälle umsetzen“, resümiert Martina Kienzler. „Wir sind froh, eine Lösung zu haben, die durch ihre Redundanzen für uns sehr sicher ist und Ausfälle so gut wie unmöglich macht. Man muss eben wissen, wann man sich für einen Wechsel entscheidet und wen man damit beauftragt.“

(ID:2021457)