Sichere Kommunikation beim Medizinischen Dienst

Redundante Standortvernetzung und mobile VPN-Anbindung

05.06.2009 | Redakteur: Gerald Viola

IT-Verantwortliche kennen es nur zu gut: Die Entscheidung, ein laufendes System zu modernisieren oder komplett zu erneuern, fällt nicht leicht und wird auch nicht spontan von heute auf morgen getroffen – erst recht nicht die IT- oder TK-Infrastruktur eines Unternehmens. Zu viele Konfliktpotenziale stecken im Verborgenen, die viel Geld und Zeit kosten könnten. Deshalb handeln viele nach der wohlbekannten Maxime „Never change a running system“.

Auch Martina Kienzler weiß ein Lied davon zu singen. Die IT-Leiterin des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung Berlin-Brandenburg e.V. (MDK) erkannte frühzeitig, dass die gesamte Telekommunikationsinfrastruktur mit den Jahren immer komplexer wurde und die Bereitstellung von Leistungen wie hohe Bandbreiten, softwarebasierende Verschlüsselung, Firewalls, Website-Hosting etc. bei MDK anderer Bundesländer besser realisiert wurden.

„Diese MDK-Kollegen berichteten zufrieden von weniger komplexen Strukturen und einer höheren Erreichbarkeit der Services“, betont Kienzler. „Damit war es an der Zeit, etwas zu tun, um die Komplexität des Systems in den Griff zu bekommen und dabei die Kosten zu minimieren. Außerdem benötigten wir für unsere 380 mobilen Nutzer eine einfache und vor allem sichere VPN-Lösung zur Einwahl in unser Netz.“

Der MDK Berlin-Brandenburg ist der unabhängige Beratungs- und Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in diesen Bundesländern. Er berät diese Institutionen in sozialmedizinischen Grundsatzfragen und führt Einzelfallbegutachtungen für die Versorgung einzelner Versicherter durch.

Da der bestehende Vertrag mit dem Provider bis Anfang 2009 bestand, konnte sich Martina Kienzler etwas Zeit lassen. Doch die Ausschreibung nahm die IT-Leiterin früh in Angriff, um rechtzeitig einen geeigneten Anbieter zu haben. Drei von ihnen kamen in die engere Wahl.

„Letztlich überzeugte uns das Preis-Leistungsverhältnis von Claranet. Wir bekamen ein Angebot für Service, Bandbreite und Mobil-Lösung zu sehr guten Konditionen“, berichtet Martina Kienzler. „Dass wir mit Claranet auf das richtige Pferd gesetzt haben, zeigte sich in vielen Phasen des Projekts. Um nur ein Beispiel zu nennen: Claranet kümmerte sich um all unsere Belange – auch wenn es darum ging, sich mit der Telekom bezüglich der Anschlüsse und Leitungen auseinanderzusetzen. Außerdem wussten wir dank der regelmäßigen Status-Meldungen durch das Claranet-Projektteam immer, wo wir stehen.“

Die komplette Dienstleistung aus einer Hand

Der MDK entschied sich für die MPLS-VPN-Lösung (Multi Protocol Label Switching Virtual Private Network) des Frankfurter Managed Services Providers. „Die Vorteile liegen auf der Hand“, erläutert Andy Schaffranka, Account Manager bei Claranet. „Alle MDK-Standorte können dank inoffizieller IP-Adressen, die im Internet keine Gültigkeit haben und so auch nicht geroutet werden müssen, sowie durch zusätzliche IP-Header innerhalb des MPLS-Netzes sicher kommunizieren.“

So beauftragte Martina Kienzler im August 2008 Claranet mit der Bereit- und Umstellung, dem Anschluss sowie der Konfiguration aller relevanten Leitungen, Firewalls und VPN-Zugänge: „Wir wollten alles aus einer Hand beziehen, deshalb haben wir Claranet auch mit dem Hosting unserer Website beauftragt. Zudem legten wir sehr viel Wert auf Redundanz in Bezug auf die Firewalls und die Leitungen, die jetzt als SDSL- und zusätzlich als ISDN-Verbindungen für Ausfallsicherheit sorgen.“

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie die Umstellung in drei Stunden über die Bühne ging

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