Suchen

Spezialsoftware für Gerichtsmediziner

Rechtsmedizin Frankfurt baut auf „forensik“

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Zusammenspiel einzelner Module

„forensik“ sieht für jedes Arbeitsfeld eines Instituts, sei es Obduktion, Serologie (DNA-Untersuchungen), Toxikologie oder Alkohollabor, ein separates Modul vor. Darüber hinaus gibt es zentrale Module wie „Sendungseingang“ und „Rechnungswesen“, auf die aus allen Bereichen heraus zugegriffen werden kann.

Abteilungsübergreifend werden in der Frankfurter Rechtsmedizin die Module „Sendungseingang“, „Adressverwaltung“ und „Rechnungswesen“ genutzt. Im Modul Sendungseingang werden Proben, die für das DNA-Labor oder die Toxikologie bestimmt sind, sowie Erfasser und Überbringer umfangreich dokumentiert.

Bildergalerie

Darüber hinaus erhält jede Probe einen Barcode, damit eine einfache Nachverfolgung möglich ist. Mithilfe der Adressverwaltung wird ein gemeinsamer Adressenpool für alle Bereiche realisiert, wohingegen das Rechnungswesen-Modul die automatische Generierung und Verwaltung der Rechnungen aus denjenigen Daten ermöglicht, die über andere „forensik“-Module eingetragen wurden.

Neben den zentralen Softwarebausteinen existieren Module, die speziell auf die Bedürfnisse einzelner Abteilungen abgestimmt sind. Im DNA-Modul werden die Daten aus DNA-Untersuchungen erfasst und aufbereitet. Verschiedene Analysemöglichkeiten finden dabei Berücksichtigung. Die automatische Generierung von polizeilichen Meldebögen zur Erfassung von DNA-Profilen sowie die Erstellung von Gutachten sind weitere wichtige Funktionen.

Im Modul Sektion werden alle Daten und Informationen zu den durchgeführten Obduktionen erfasst. Wichtige Dokumente können der Untersuchung zugeordnet und sicher abgelegt sowie Asservate mit einem Status versehen werden. Eine besondere Funktion des Sektionsmoduls ist zudem die Anbindung an das Deutsche Forensische Sektionsregister (DFS), das ebenfalls in Frankfurt ansässig ist. Das Sektionsregister ist eine zentrale Datenbank, in der die bundesweiten Sektionsdaten in anonymisierter Form erfasst und ausgewertet werden. Aufbauend hierauf werden aussagekräftige Statistiken zu Todesursachen und deren Umstände erhoben. Durch „forensik“ ist es für rechtsmedizinische Institute nun wesentlich einfacher, die Daten dem DFS zuzuführen.

Kennzeichen aller Module ist die Historie-Funktion. Diese erfasst präzise, wann und von wem ein entsprechender Wert geändert oder gesetzt wurde. Das ist insofern wichtig, da alle eingegebenen Daten gerichtsrelevant sind und somit strengen Auflagen unterliegen.

Zeitersparnis durch intuitive Bedienung

„forensik“ ist die erste Spezialsoftware, die sich ganz auf die Bedürfnisse der Rechtsmedizin konzentriert. Daher fand das Programm sowohl beim Institut für Forensische Medizin als auch bei seinen Mitarbeitern von Beginn an hohe Akzeptanz. Das liegt zum einen an der Benutzerfreundlichkeit der Anwendung. Intuitive Eingabemasken ermöglichen auch für Laien den einfachen Umgang mit der Software. Zum anderen bietet „forensik“ den Institutsmitarbeitern eine Entlastung bei der täglichen Routinearbeit. Standarddokumente müssen nicht mehr manuell ausgefüllt werden, was eine wesentliche Zeitersparnis bedeutet. Auch den Prozess der Rechnungserstellung konnte „forensik“ vereinfachen. Wo sonst eine Schreibkraft Minuten brauchte, um alle Daten für die Rechnung aus der Akte herauszufinden und diese dann manuell in die Fakturierungssoftware einzugeben, gelingt dies jetzt einfach per Knopfdruck.

Softwareerweiterung ist in Planung

Durch die Anwendung konnte die Frankfurter Rechtsmedizin ihre Arbeitsprozesse erfolgreich optimieren. „Die Zusammenarbeit war für beide Seiten gewinnbringend“, erklärt Jochen Diehl, Geschäftsführer von indis. „Der Erfolg bestätigt uns darin, die Software um weitere Bausteine zu ergänzen.“ Die Planungen zu den Modulen für die Bereiche Toxikologie und Alkohollabor sind bereits abgeschlossen. Mittlerweile profitieren auch andere Institute wie die Rechtsmedizin Dresden, Duisburg, Gießen, Hamburg, Hannover und Kiel von „forensik“.

(ID:2044906)