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Spezialsoftware für Gerichtsmediziner Rechtsmedizin Frankfurt baut auf „forensik“

| Redakteur: Gerald Viola

Mit der zunehmenden Anzahl forensischer Analysemethoden steigen die Anforderungen der rechtsmedizinischen Institute. Bei jeder Untersuchung werden Daten und Informationen generiert, die erfasst und – den aktuellen Datenschutzrichtlinien entsprechend – sicher verwaltet und archiviert werden müssen. Hinzu kommt die schnelle Bereitstellung der Daten für die Ermittlungsbehörden, um polizeiliche Arbeiten zu unterstützen.

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Lückenlose Dokumentation für die Gerichtsmedizin
Lückenlose Dokumentation für die Gerichtsmedizin
( Archiv: Vogel Business Media )

Eine Software, die den sicheren Umgang mit personenbezogenen Datensätzen garantiert und dabei auch noch die Arbeitsprozesse optimiert, ist „forensik“. Entwickelt wurde das Programm von der indis Kommunikationssysteme GmbH mit Sitz in Mainz. Unmittelbar an der Planung und Umsetzung des Programms beteiligt war das Institut für Forensische Medizin in Frankfurt, das die Software seit nunmehr drei Jahren erfolgreich anwendet.

Rechtsmedizinische Institute stehen heute vor einer gewaltigen Aufgabe: dem Management ihrer Daten. Nicht nur, dass mit jedem eingehenden Auftrag neue Datenmengen erzeugt werden, diese müssen auch abteilungsübergreifend verwaltet werden. Polizei und Gerichte sowie private Auftraggeber fordern eine lückenlose Dokumentation aller Spuren und Untersuchungsergebnisse. So muss ein rechtsmedizinisches Institut alle Schritte – vom Eingang des Untersuchungsobjektes bis zum Abschluss des Auftrages – genau dokumentieren.

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Bisher griffen viele Einrichtungen hierbei noch auf die manuelle Verwaltung zurück, da keine Software existierte, die den speziellen Bedürfnissen der Rechtsmedizin entsprach. Mit der Entwicklung von „forensik“ ist das nun anders. Das Frankfurter Institut für Forensische Medizin setzt seit 2007 auf die moderne Laborverwaltungssoftware des IT-Dienstleisters indis und begegnet damit den aktuellen Anforderungen.

Die Rechtsmedizin Frankfurt

Das Institut für Forensische Medizin in Frankfurt am Main ist für die Aufklärung von Verbrechen und Todesfällen im Rhein-Main-Gebiet zuständig. Aufgrund seiner hochspezialisierten Laboratorien und umfangreichen Forschungsaktivitäten auf zahlreichen Gebieten der Forensik bietet das rechtsmedizinische Institut Dienstleistungen an, die sich nicht nur auf Verstorbene beschränken, sondern auch in zunehmendem Maße bei Lebenden (wie zum Beispiel Opfer häuslicher Gewalt) durchgeführt werden.

Die 42 Mitarbeiter des Instituts nehmen im Jahr etwa 500 Obduktionen vor. Hinzu kommen jährlich mehr als 6.000 DNA-Untersuchungen. Auch Vaterschaftstests werden durchgeführt sowie Blut- und Haarproben auf Alkohol- oder Drogenmissbrauch untersucht.

Die Software „forensik“

Um die großen Mengen an Daten und Informationen, die mit jedem Auftrag entstehen, zu bewältigen, entschloss sich die Frankfurter Rechtsmedizin mit dem Mainzer Systemhaus indis zusammenzuarbeiten. Gemeinsam mit dem IT-Spezialisten plante und entwickelte das Institut eine Software, die nicht nur die Arbeitsabläufe optimiert, sondern auch den außerordentlichen Anforderungen an den Datenschutz in jeder Hinsicht gerecht wird. Das Ergebnis ist „forensik“, ein modular aufgebautes System, das eine einfache Erfassung, Verwaltung und Übersicht aller zusammengehörenden Informationen möglich macht.

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