Baden-Württemberg

Rechnungshof fordert längst überfällige Reformen ein

25.09.2009 | Redakteur: Manfred Klein

Viele Köche verderben den Brei. Der Rechnungshof kritisiert, das wenig abgestimmte eGovernment. Das Innenministerium muss sich nun darum kümmern
Viele Köche verderben den Brei. Der Rechnungshof kritisiert, das wenig abgestimmte eGovernment. Das Innenministerium muss sich nun darum kümmern

Internetportal service-bw

Positiv präsentiert sich dagegen das Landesportal service-bw als zentrales eGovernment-Vorhaben des Landes. Es wurde von Beginn an gemeinsam von Land und Kommunen aufgebaut, um den Zugang zur Öffentlichen Verwaltung zu erleichtern. Das Portal wurde im Oktober 2003 freigeschaltet und wird seitdem stetig technisch und inhaltlich weiterentwickelt.

Seit August 2009 ist ein Relaunch online, der mit einem neuen Layout und mit einer verbesserten Navigation punktet. Das Portal bietet die wesentlichen Informationen zu über 9.000 Behörden und öffentlichen Stellen in einem Behördenwegweiser und erfasst in 50 Lebenslagen und Themenbereichen über 750 Verfahrensbeschreibungen zu konkreten Verwaltungsleistungen.

Außerdem ermöglicht service-bw einen verwaltungsebenen übergreifenden Zugang zu Formularen und Onlinediensten, mit denen Verwaltungsverfahren ganz oder teilweise über Internet abgewickelt werden können.

Auch sonst ist das Portal ein Musterbeispiel der ebenenübergreifenden Zusammenarbeit. Die Inhalte werden, auf Grundlage einer Kooperationsvereinbarung in Zusammenarbeit mit dem Saarland, Sachsen und mit Mecklenburg-Vorpommern erstellt. Im Juni wurde zudem eine lose Zusammenarbeit des Redaktionsverbunds mit dem 6-Länder-Verbund (Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Thüringen, Hessen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz) vereinbart. Dadurch sollen langfristig weitere Synergien bei der Erstellung und Pflege der Portalinhalte erzielt und nach Möglichkeit bundesweite Standards gesetzt werden, die durch ein abgestimmtes gemeinsames Vorgehen gegenüber dem Bund effektiver vertreten werden können.

Auch durch die Mitwirkung an den Deutschland-Online Arbeitsgruppen „deutschlandweite Stammtexte“, „Föderatives Infomationsmanagement“ oder der „Weiterentwicklung des bundesweiten Leistungskatalogs (LeiKa)“ sollen langfristig Einsparpotenziale konsequent genutzt und Standards von service-bw bundesweit „platziert“ werden.

Über 300 Kommunen sowie Landratsämter haben die Inhalte von service-bw bereits in ihre Internetauftritte im jeweiligen kommunalen Layout integriert. Die Inhalte wurden den Kommunen von Anfang an kostenlos zur Verfügung gestellt. Als Gegenleistung sollen die Kommunen ihre Daten in den Behördenwegweiser von service-bw einpflegen und aktuell halten.

 

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