eGovernment in Rheinland-Pfalz

Rechenzentrumskonsolidierung: Ein Gewinn für alle

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Logische Teilnetze schotten die Nutzerkreise ab

Ein ausgereiftes Sicherheitskonzept bildet die Grundlage und Voraussetzung für den Betrieb und die Nutzung aller Systeme. Technologisch setzt das Netz auf eine durchgängige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zur Datenübertragung, mehrstufige Firewall-Strukturen und zentralen Virenschutz für den Übergang in externe Netze sowie auf die Einrichtung logischer Teilnetze zur wirksamen Abschottung der angeschlossenen Teilnehmer untereinander. Diese logischen Teilnetze – wie etwa das der Justiz – stellen sicher, dass die Informationsströme innerhalb eines bestimmten Nutzerkreises bleiben und keine direkte Verbindung unkontrolliert zu anderen Nutzerkreisen hergestellt werden kann. Eine entsprechende Trennung erfolgt auch im Rahmen des Rechenzentrumsbetriebs im LDI, sodass hier ebenfalls die Justizanwendungen gegenüber den Anwendungen der anderen Gewalten abgeschottet sind.

Diese virtuelle Abschottung gewährleistet – verbunden mit dem hohen Sicherheitsniveau des LDI – gerade für die Dritte Gewalt eine Vertraulichkeit der Daten, die durch „physikalische Mauern“ kaum erreicht werden kann. Rechtlich untermauert wird dies durch § 3 Satz 4 des Landesgesetzes über die Errichtung des Landesbetriebs Daten und Information, der ausdrücklich den Vorrang der fachlichen Weisungsrechte der Justizverwaltung hervorhebt.

Fazit

Rheinland-Pfalz ist damit derzeit (noch) das einzige Land, das auch die Rechenzentren der Gerichte und Staatsanwaltschaften schrittweise in einen Landesbetrieb überführt und damit eine effiziente und sichere IT-Infrastruktur im Sinne eines Konzerngedankens schafft. So wird die Rechenzentrumskonsolidierung zu einem Gewinn für alle.

(ID:2017908)