eGovernment in Rheinland-Pfalz

Rechenzentrumskonsolidierung: Ein Gewinn für alle

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Sicherheit für eGovernment

Ein zunehmendes Problem stellt daneben die Gewährleistung eines angemessenen IT-Sicherheitsniveaus dar. Funktionsfähige Informationsinfrastrukturen sind ein wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor. In den Öffentlichen Verwaltungen hat die Abhängigkeit von der Informationstechnologie in den letzten Jahren stark zugenommen. Vor dem Hintergrund, dass eMails und das Internet heute die am stärksten genutzten Kommunikationsmedien sind, werden von den Verwaltungen zunehmend elektronische Dienstleistungen für Bürger und Unternehmen angeboten.

Fallen diese IT-Infrastrukturen aus oder wird das Vertrauen in ihre Sicherheit nachhaltig beeinträchtigt, hat das erhebliche Auswirkungen auf die unterstützten verwaltungsinternen und -übergreifenden Geschäftsprozesse. IT-Strukturen werden somit zum neuralgischen Punkt. Die Gewährleistung der Kontinuität und der Sicherheit von IT-unterstützten Geschäftsprozessen ist daher zu einer unverzichtbaren Voraussetzung für die Aufgabenerfüllung einer Landesverwaltung geworden. Die hohe technologische Veränderungsdynamik, die wachsende Komplexität und Verbreitung der IT-Systeme sowie deren zunehmende Vernetzung führen zu einer Veränderung und Zunahme der Bedrohungslage. Angriffe auf IT-Systeme werden zielgerichtet und kriminell motiviert durchgeführt. Die Häufigkeit der Angriffe auf nimmt offensichtlich deutlich zu. Ein angemessenes IT-Sicherheitsniveau lässt sich dabei wirtschaftlich nur durch Umsetzung eines zentralen Betriebskonzepts gewährleisten.

Zentralisierung ist ohne Alternative

Zu den erforderlichen Maßnahmen zählen die physikalische Abschottung der Systeme, die effektive Umsetzung einer Zugangs- und Zugriffskontrolle, der Aufbau einer verteilten Sicherheitsstruktur, gegebenenfalls durch Einrichtung eines Backup-Rechenzentrums sowie insgesamt die erhöhte Verfügbarkeit der Systeme durch eine redundante Auslegung sowie ein optimiertes Backup. Ein entsprechendes Schutzniveau für alle Behörden ist flächendeckend mit einem vertretbaren finanziellen Aufwand keinesfalls zu erreichen.

Die dargestellten Herausforderungen zeigen eindrucksvoll, warum eine systematische und insbesondere ressortübergreifende Zentralisierungsstrategie einen Gewinn für alle Beteiligten darstellt, zu der ernsthaft keine tatsächlichen Alternativen bestehen. Hierbei sind an dieser Stelle weitere häufig diskutierte Aspekte, wie die zunehmende Durchdringung der Verwaltungsprozesse mit Informationstechnologie bei fortbestehender Mittelknappheit noch nicht berücksichtigt.

Die Umsetzung eines entsprechenden Konzepts ist, wie das Beispiel Rheinland-Pfalz zeigt, auch unter Wahrung der Unabhängigkeit der Justiz möglich. Dieser Besonderheit, die in einigen Ländern gegen Zentralisierungsüberlegungen angeführt wird, wurde in Rheinland-Pfalz bereits bei der Auslegung des rlp-Netzes, der elektronischen Kommunikationsplattform des Landes, höchste Bedeutung beigemessen.

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