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RAM | Random Access Memory | Hauptspeicher

| Redakteur: Gerald Viola

Der RAM (Random Access Memory) ist der auf Halbleitern (IC) aufgebaute Speicher eines Computers, in dem das Betriebssystem, die Anwenderprogramme und die aktuell benötigten Daten aufbewahrt

Der RAM (Random Access Memory) ist der auf Halbleitern (IC) aufgebaute Speicher eines Computers, in dem das Betriebssystem, die Anwenderprogramme und die aktuell benötigten Daten aufbewahrt werden. Der RAM hat verglichen mit einer Festplatte 1.000-mal kürzere Zugriffszeiten und eignet sich dadurch wesentlich besser für den Datenaustausch mit dem Prozessor. Die Bezeichnung RAM, besser dynamischer RAM, (DRAM) steht für Direktzugriffsspeicher. Der Zugriff auf die Speicherzelle erfolgt über eine elektronisch ansteuerbare X-Y-Matrix. Das Datum wird in einem winzigen Kondensator gespeichert, der im Millisekundentakt aufgefrischt (Refresh) werden muss. Ohne Stromzufuhr verliert der RAM seine Inhalte. Beim Einschalten sind daher alle Informationen von der Festplatte einzulesen (Booten) und vor dem Ausschalten sind sie wieder abzuspeichern.

Der RAM kann mit dem menschlichen Kurzzeitgedächtnis, die Festplatte mit dem Langzeitgedächtnis verglichen werden. Das Kurzzeitgedächtnis konzentriert sich auf die gerade vorliegende Arbeit, kann aber diese Informationen nur für kurze Zeit erfassen. Wenn das Kurzzeitgedächtnis voll ist, kann das Gehirn es durch die Speicherung von Fakten im Langzeitgedächtnis entlasten. Ein Computer funktioniert ähnlich. Ist der RAM vollständig gefüllt, es werden aber noch weitere Daten benötigt, so muss der Prozessor gerade nicht benutzte Daten auf Festplatte auslagern (Swap-Bereich), um Platz zu schaffen. Um zu verhindern, dass der Prozessor warten muss, sind selbst im Hauptspeicher normaler Arbeitsplatzrechner inzwischen mehrere Gigabyte installiert. IBMs erster PC arbeitete noch mit 16 Kilobyte RAM, einer 5,25-Zoll-Diskette und einer 5-Megabyte-Festplatte.

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