Multifaktor-Authentifizierung und digitale ID-Verfahren

PwC kooperiert mit CORONIC

| Autor: Julia Mutzbauer

Maximilian Harmsen, Digital Payments Lead im Bereich Financial Services bei PwC Deutschland: „Mit den Verfahren lässt sich nicht nur Geld überweisen, sondern auch eine digitale Identität festschreiben. Kaufvertrag, Versicherung oder Arbeitsvertrag – all das, was bisher einer Unterschrift bedurfte, kann nun digital im Internet unterschrieben werden“
Maximilian Harmsen, Digital Payments Lead im Bereich Financial Services bei PwC Deutschland: „Mit den Verfahren lässt sich nicht nur Geld überweisen, sondern auch eine digitale Identität festschreiben. Kaufvertrag, Versicherung oder Arbeitsvertrag – all das, was bisher einer Unterschrift bedurfte, kann nun digital im Internet unterschrieben werden“ (© lacrimastella – stock.adobe.com)

Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC wird neuer strategischer Partner des Kieler Software- und IT-Sicherheitsexperten CORONIC. Die beiden Unternehmen wollen künftig Finanzdienstleister und Unternehmen bei der Umstellung sämtlicher Online-Prozesse auf eine Multifaktor-Authentifizierung und digitale ID-Verfahren unterstützen.

Die 2019 europaweit eingeführte neue Zahlungsdienstrichtlinie PSD2 sowie die eIDAS-Verordnung, welche die eindeutige elektronische Identifizierung von Personen regelt, ermöglicht die Entwicklung und Nutzung neuer Authentifizierungsverfahren. „Weist sich ein Kunde anhand seiner digitalen Identität aus und bestätigt diese mit einem Zwei-Faktor-Authentifizierungsverfahren, akzeptiert der Gesetzgeber die Kombination dieser beiden Mechanismen künftig als rechtskräftige Unterschrift“, heißt es vonseiten PwC.

Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft verweist darauf, dass die Einsatzmöglichkeiten der neuen Verfahren von der online erstellten Schadensmeldung für Versicherungen bis hin zu Automobilvermietern, die den Zugang und die Identität von Fahrern kontrollieren wollen, reichen. „Aufsichtsrats- und Beiratsgremien von Organisationen müssen ebenfalls häufig aus der Ferne Beschlüsse oder Verträge signieren“, heißt es weiter.

Maximilian Harmsen, Digital Payments Lead im Bereich Financial Services bei PwC Deutschland erläutert: „Mit den Verfahren lässt sich nicht nur Geld überweisen, sondern auch eine digitale Identität festschreiben“. Harmsen betont: „Kaufvertrag, Versicherung oder Arbeitsvertrag – all das, was bisher einer Unterschrift bedurfte, kann nun digital im Internet unterschrieben werden“. Über kurz oder lang wird damit vermutlich auch der Druck auf die Schriftformerfordrnis im Verwaltungsrecht wachsen.

Regulierungen wie PSD2 oder eIDAS ermöglichen, dass Banken nicht nur die Sicherheit und den Komfort im Zahlungsverkehr erhöhen, sondern auch neue Geschäftsfelder wie die Bestätigung und das Management digitaler Identitäten für Online-Vertragsabschlüsse zu erschließen, so PwC. „Nicht nur Banken, auch klassische Industrien werden künftig auf vergleichbare ID-gestützte Prozesse angewiesen sein“, ergänzt Michael Rasch, EMEA & PwC Europe Alliance Leader bei PwC Deutschland.

„In nicht allzu ferner Zukunft wird es völlig normal sein, mit dem Smartphone zu unterschreiben“, so Dr. Frank Bock, Geschäftsführer von CORONIC.

Der Kieler Software-Entwickler bringt seine technologische Kompetenz im Online-Banking, für Kreditkartenzahlungen und die Umsetzung regulierungskonformer Verfahren im Bankgeschäft in die Partnerschaft ein, so PwC zum neuen Partner. CORONIC habe als erstes Unternehmen in Deutschland eine PSD2 und RTS konforme Zertifizierung für ein Multifaktor-Authentifizierungsverfahren zum Einsatz bei europäischen Banken erhalten.

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