BAV startet eGovernment-Pilotprojekt eRechnung

Public Sector will mit elektronischer Rechnung massiv sparen

| Redakteur: Gerald Viola

Einsparpotenzial eRechnung: Die Bearbeitungsdauer sinkt von 27 auf zweieinhalb Minuten
Einsparpotenzial eRechnung: Die Bearbeitungsdauer sinkt von 27 auf zweieinhalb Minuten (Foto: MACH AG)

eGovernment soll nicht zuletzt Kosten in den Öffent­lichen Verwaltungen senken. Mit dem Pro­jekt eRech­nung soll die Bearbeitungsdauer einer Rech­nung von 27 auf zweieinhalb Minuten gesenkt wer­den. Die Prozesskosten könnten – das ermittelten das Bundesinnenministerium und die Frankfurter Goethe-Universität – um 80 Prozent sinken.

Das Bundesverwaltungsamt (BVA) setzt sich mit Unterstützung der MACH AG für die elektronische Rechnungsstellung in der öffentlichen Verwaltung ein: Ab sofort setzen sie das vom Bundesministerium des Innern (BMI) empfohlene einheitliche Format in der Praxis um und verhelfen der eRechnung zum behördenübergreifenden Einsatz.

Im Geschäftsbereich des BMI ist das BVA eine von drei Pilotbehörden für das Projekt Elektronische Rechnungsbearbeitung in der öffentlichen Verwaltung. Ralf Bergmann, verantwortlich für die Umsetzung im BVA, ist sich der Chancen bewusst:

„Als Pilotbehörde können wir Einfluss auf die Gestaltung der Software nehmen und damit den Grundstein für die eRechnung in der öffentlichen Verwaltung legen. Behördenspezifische Besonderheiten können von Beginn an berücksichtigt und integriert werden. Damit ist eine schnelle Umsetzung und dadurch zeitnahe Nutzung im Arbeitsalltag möglich. Das baut bürokratische Hürden ab.“

Das Vorhaben setzt das BVA gemeinsam mit der MACH AG um, mit der bereits seit über zehn Jahren eine Zusammenarbeit bei verschiedenen Modernisierungsprojekten besteht. Sowohl die Beschaffung als auch die Rechnungsbearbeitung bildet das BVA mit der MACH Software ab. Die eRechnung schließt die „elektronische Lücke“ dazwischen und ermöglicht die durchgängig elektronische Bearbeitung.

„Wir verarbeiten rund 50.000 Buchungen jährlich und versprechen uns erhebliche Effizienzgewinne in Form von kürzeren Prozesslaufzeiten und Kosteneinsparungen“, so Bergmann. „Nicht zuletzt erwarten wir auch eine höhere Prozess-Sicherheit durch die Automatisierung.“

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