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Weniger Besucher, aber große Hoffnungen für 2011 Public Sector Parc wird zur „CeBIT gov“

| Redakteur: Harry Jacob

Konkrete Zahlen blieb die Deutsche Messe AG für die CeBIT 2010 bislang schuldig, aber in den ersten vier Tagen habe der Besucherstrom im Tagesdurchschnitt um drei Prozent über den Zahlen von 2009 gelegen. Nachdem der Sonntag als Ausstellungstag in diesem Jahr wegfällt, dürfte am Ende ein weiteres Minus bei den Besucherzahlen zu verzeichnen sein. Doch gute Auftragseingänge der Aussteller und ein klareres Ausstellungskonzept fürs kommende Jahr lassen Messe-Chef Ernst Raue Optimismus versprühen.

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Ernst Raue, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe AG (M.), stellt zum Ende der CeBIT 2010 das Konzept für die IT-Messe im kommenden Jahr vor.
Ernst Raue, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe AG (M.), stellt zum Ende der CeBIT 2010 das Konzept für die IT-Messe im kommenden Jahr vor.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ein leichtes Tagesplus bei den Besuchern von Dienstag bis Freitag, ein stabiler Anteil bei den Fachbesuchern, und sehr zufriedene Aussteller, die von bis zu 30 Prozent mehr Geschäftskontakten als im Vorjahr berichteten und mit vollen Auftragsbüchern nach Hause fahren – so fasste Ernst Raue, CeBIT-Vorstand der Deutschen Messe AG, die wichtigsten Rahmendaten für die heute zu Ende gehende IT-Messe zusammen.

Der Branchenverband Bitkom nannte die CeBIT 2010 einen willkommenen Aufbruch für den IT-Markt. Nach einer Umfrage unter den eigenen Mitgliedern rechnen 59 Prozent mit einem Umsatzplus bereits im ersten Quartal 2010.

Konzept für 2011 präsentiert

„Die vergangenen Tage waren der beste Beweis, wie stark die CeBIT ist. Wir werden mit einem ausgebauten Konzept 2011 wachsen“, sagte CeBIT-Vorstand Ernst Raue und bekräftigte: „Wir greifen an!“.

Das am letzten Messetag vorgestellte Konzept bündelt die Kernthemen der ITK-Branche in vier anwenderorientierte Plattformen:

  • Mit der „CeBIT pro“ werden die professionellen Anwender von Informationstechnologie und Telekommunikation angesprochen.
  • Die „CeBIT gov“ adressiert die Anwender aus Behörden und öffentlichen Einrichtungen.
  • Die „CeBIT lab“ ist der Anlaufpunkt für internationale Forschungsinstitute und Universitäten.
  • Die „CeBIT life“ wird die neue Plattform für Hightech-begeisterte Verbraucher.

„Der Verbraucher ist inzwischen integraler Teil der digitalen Wertschöpfungskette. Viele Innovationen im professionellen Bereich werden vom Verbraucher getrieben. Er ist Trendsetter und Innovationsmotor“, erläuterte Raue die Aufwertung der Consumer als wichtige Besuchergruppe.

„Erstmals binden wir zudem die Anwenderseite in die Ausgestaltung der CeBIT ein“, kündigte Raue an. Dazu werde die Deutsche Messe entsprechende Gremien für die Plattformen zusammenstellen und deren Marktkenntnis in die strategische Weiterentwicklung der weltweit größten ITK-Messe einfließen lassen.

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