Social Media Analytics liefert Handlungsempfehlungen

Public Sector kann das Social Web als Stimmungsbarometer nutzen

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Mehr noch: Während Statistiken ein Bild wiedergeben, das auf Daten aus den vergangenen Monaten beruht, hat SAS die Daten im Netz nahezu in Echtzeit ausgewertet. Aktuelle Trends sind so frühestmöglich zu erkennen, was politischen Entscheidungsträgern zeitliche Vorteile und erweiterte Handlungsspielräume verschafft. Im besten Falle können so etwa die Folgen einer Rezession abgemildert werden, noch ehe sie sich zu einer gravierenden Krise auswachsen.

Das Projekt mit Global Pulse habe gezeigt, dass Social Media Analytics amtliche Statistiken durch wertvolle Informationen ergänzen kann, kommentiert Christian König, Business Experte und Social Media Spezialist bei SAS Deutschland.

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Die vergangenheitsorientierten Zahlen der Statistik lassen sich zudem durch ein differenziertes Stimmungsbarometer anreichern, das konkrete Hinweise und Handlungsempfehlungen für Entscheider mitliefert. Detailinformationen in der Art und Qualität, die eine Analyse der sozialen Medien ermöglichen, finden in der Regel keinen Eingang in die blanken Zahlenkolonnen der traditionellen Erhebungen – und ignorieren die Tatsache, dass auch oder gerade Politik entscheidend durch Emotionen und gesellschaftliche Stimmungen mitgeprägt wird.

Was hier am Beispiel eines öffentlichen Projekts sichtbar wurde, gilt für sehr viele Sektoren: Analysen der öffentlichen Diskussionen im Internet bilden eine substanzielle Bereicherung der Informationsgrundlagen für die Entscheidungsfindung. „Soziale Medien ergänzen heute den Kommunikationsfluss zwischen Bürgern und dem Öffentlichen Sektor und werden immer wichtiger. Diskussionen, Meinungs- und Stimmungsäußerungen auf diesen Plattformen sind Indikatoren für wesentliche politische, soziale und wirtschaftliche Trends“, kommentiert Wolf Lichtenstein.

Die Daten, die für Erkenntnisse dieser Art benötigt werden, sind vorhanden; sie werden allerdings noch nicht in ausreichendem Maß genutzt. Dabei ist gerade das Social Web zunehmend eine Plattform, auf der Meinungen verbreitet werden mit der Intention, dass sie gehört werden. Nicht zuletzt nutzen auch aus diesem Grund Protestbewegungen diese M­edien.

Lässt sich die Öffentliche Verwaltung tatsächlich darauf ein, die Stimmungen und Meinungen der Bürger in ihre Entscheidungen und Handlungen einzubeziehen, führt kein Weg an der Analyse des Social Web vorbei.

Die auf diesem Wege gewonnenen Erkenntnisse geben Entscheidungsträgern in Politik und Gesellschaft damit wertvolle Unterstützung an die Hand, die sie für den vorausschauenden Umgang mit kleinen und großen Krisen des politischen Alltags wappnet. Die Grundlage hierfür – Daten, Informationen und Meinungen – existiert bereits; sie muss nur genutzt werden.

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