Social Media Analytics liefert Handlungsempfehlungen

Public Sector kann das Social Web als Stimmungsbarometer nutzen

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Social Web als Seismograf für Stimmungslagen

Global Pulse beschäftigt sich mit Innovationen in den Bereichen Datenmanagement und Real-Time Analytics, um diese für die Arbeit der UN nutzbar zu machen. Für das Pilotprojekt haben die UN von Juni 2009 bis Juni 2011 rund 500.000 Blogs, Foren und Websites analysiert.

Die Auswahl basiert auf dem Suchdienst Boardreader und war auf öffentliche Einträge aus den USA und Irland beschränkt.

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Für das Projekt schienen diese zwei Länder besonders geeignet, da in beiden die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt erheblich sind, und die Wirtschaft gleichzeitig zuvor kaum Schwächen gezeigt hatte.

Für die Analyse der virtuellen Diskussionen selbst wurden alle relevanten Dokumente integriert, in denen Wörter, Synonyme und Phrasen zur Arbeitslosigkeit vorkommen, etwa „unemployed“, „fired“, „on the dole“ und Ähnliches. Die automatische Erkennung von relevanten Dokumenten erfolgte mit Text-Analytics-Verfahren, die nicht nur nach Schlagwörtern suchen, sondern kontextspezifische Aussagen und Synonyme erkennen.

Der Satz an linguistischen Regeln, die für die Identifikation von relevanten Texten verantwortlich sind, wurde laufend um neue Synonyme beispielsweise für den Begriff „Arbeitslosigkeit“ ergänzt. Die auf diese Weise eingegrenzten Dokumente wurden durch Methoden der Text- und Tonalitätsanalyse mit weiteren Informationen wie einem quantitativen Stimmungsindex „veredelt“ und anhand ihres Kontextes klassifiziert.

Damit ließ sich ein Stimmungsbarometer erstellen, das Indizien dafür lieferte, wie Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Bürger ihre Situation selbst bewerten.

Zusätzlich wurde jedes Dokument in einem T­extverarbeitungsprozess a­utomatisch, konsistent und qualitätsgesichert einem primären Themenbereich wie etwa Wohnungs­situation, Einkaufsgewohnheiten, Freizeitverhalten oder Mobilität zugeordnet.

So konnten einerseits Rückschlüsse darauf gewonnen werden, was die Betroffenen aktuell bewegt und ihre Lebensrealität beeinflusst. Andererseits gelang es, erste Schritte hin zu konkreten Maßnahmen abzuleiten. Ergeben sich demnach aus den Stimmungen und Äußerungen eventuell Hinweise auf Strategien, die einer möglichen Krise vorbeugen oder zumindest entgegenwirken können?

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