Gestaltung der digitalen Gesellschaft

Pschierer stellt Studie „Zukunftspfade Digitales Bayern 2020“ vor

| Redakteur: Manfred Klein

Robert H. Wieland,Geschäftsfüher TNS Infratest, und Franz Josef Pschierer bei der Vorstellung der Studie
Robert H. Wieland,Geschäftsfüher TNS Infratest, und Franz Josef Pschierer bei der Vorstellung der Studie (Foto: Bayerisches Finanzministerium)

Der Freistaat will die Entwicklung einer digitalen Gesellschaft aktiv gestalten. Die Studie mit dem Titel Zukunftspfade Digitales Bayern 2020 soll dazu als Diskussionsgrundlage dienen. Bei der Vorstellung der Studie legte Bayern-CIO Franz Josef Pschierer besonderen Wert auf die Bereiche IT-Sicherheit, Breitbandversorgung oder eGovernment.

Zur Studie erklärte Pschierer: „Mit dieser Broschüre möchte ich Vorschläge zur Diskussion stellen, wie der Freistaat Bayern die digitale Gesellschaft mitgestalten kann, und zwar sowohl in den Querschnittsthemen IT-Sicherheit, Breitbandzugang und eGovernment, aber auch in sechs ausgewählten Handlungsräumen Medienkompetenz und Lernen, Arbeiten digital, Mobilität, Gesundheit, Wohnen und Energie digital sowie Konsum digital.“

Eine lebensechte digitale Gesellschaft könne es nur dann geben, wenn der Schutz der Persönlichkeit und der persönlichen Daten im gesellschaftlichen, politischen und individuellen Bewusstsein sowie in institutionellen Regelungen nachhaltig und zukunftssicher verankert sei.

IT-Sicherheit sei künftig ein zentraler Standortfaktor im europäischen und im internationalen Wettbewerb. Bürger und Unternehmen würden dorthin gehen, wo sie sich sicher fühlen – auf der Straße, aber auch im Netz, so Pschierer weiter.

Der differenzierte Blick auf die unterschiedlichen Handlungsräume und das künftige Nutzerverhalten unter Einbeziehung von empirischen Fakten zeige, wo Bayern in Zukunft stehen könne und in welchem internationalen Umfeld es sich zu positionieren gelte.

Diese Szenarien zu verwirklichen, liegt in der Hand von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Dafür die richtigen Weichen zu stellen und die vorhandenen Zukunftspotenziale von IKT und Medien zu entwickeln, werde nur dann erfolgreich gelingen, wenn Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gemeinsam die Zukunft im Sinne der Gesellschaft gestalten.

Für das Querschnittsthema Breitbandausbau hält die Studie fest: „Konkret wird mit der staatlichen Förderung des Breitbandausbaus ein Zeichen gesetzt. In ganz Bayern soll der Breitbandausbau mit einem eigenen Programm bedarfsgerecht angeschoben werden. Der Schwerpunkt liegt dabei zum einen auf dem neuen Funkstandard LTE und – wie bereits im Aufbruch Bayern angelegt – in einer Glasfaseroffensive.“

Ein erstes Zeichen habe die Bayerische Staatsregierung in diesem Bereich gesetzt, indem sie für die kommenden fünf Jahren die modellhafte Förderung von Breitbandinfrastrukturen in Gewerbegebieten und sogenannten Kumulationsgebieten im Umfang von 100 Millionen Euro beschlossen habe.

Zudem sollen Impulse gesetzt werden, um private Investitionen in eine hochleistungsfähige und flächendeckende Kommunikationsinfrastruktur zu fördern.

Im Themenbereich eGovernment unterstreicht die Studie vor allem die Bedeutung von Transparenz, Beteiligungsmöglichkeiten und Open Data. Pschierer sprach sich in diesem Zusammenhang zwar für mehr Beteiligungsmöglichkeiten aus; erteilte Entscheidungsplattformen aber eine klare Absage.

Durchgeführt wurde die Untersuchung von der TNS Infratest GmbH.

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