Bayern will Potenziale von Geodaten vollständig ausschöpfen

| Redakteur: Manfred Klein

Bayern-CIO Franz Josef Pschierer vernetzt Handwerksbetriebe
Bayern-CIO Franz Josef Pschierer vernetzt Handwerksbetriebe (Foto: Bayerisches Finanzministerium)

Die Handwerkskammer für München und Oberbayern wird demnächst die Geodaten der Bayerischen Vermessungsverwaltung nutzen, um die Handwerksbetriebe von München und Oberbayern im Internet sichtbar zu machen. Die Kooperation soll bereits in naher Zukunft weiter ausgebaut werden.

Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Finanzstaatssekretär Franz-Josef Pschierer sowie der Präsident der Handwerkskammer Heinrich Traublinger, MdL a. D., und der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dr. Lothar Semper.

Über die neue Vereinbarung kann die Handwerkskammer den Adressdienst der Bayerischen Vermessungsverwaltung nutzen, um die eingetragenen Handwerksbetriebe zu verorten.

„Alle Handwerksbetriebe in München und Oberbayern erhalten eine exakte Koordinate“, so Bayern-CIO Pschierer. Die von der Handwerkskammer zu führenden Verzeichnisse, wie zum Beispiel die Handwerksrolle, werden durch die genauen Koordinaten enorm aufgewertet.

„Mit wenigen Klicks können alle Handwerksbetriebe eines bestimmten Gewerkes, einer Straße, Stadt oder eines ganzen Landkreises auf Karten sichtbar gemacht werden“, so Präsident Traublinger.

Die Informationen zu den einzelnen Betrieben erfordern nur noch einen Mausklick. „Wir sind erst am Anfang“, erklärt Hauptgeschäftsführer Dr. Semper.

Die Potenziale von Geodaten sollen vollständig ausgeschöpft werden. Daher erprobt die Handwerkskammer in einem testweisen Zugang weitere Dienste, die einen Zugriff auf Luftbilder und Topographische Karten der Bayerischen Vermessungsverwaltung ermöglichen.

Zahlreiche Geodaten stelle die Geodateninfrastruktur Bayern im Internet zur Verfügung. Alle rechtskräftigen Bebauungspläne sollen zum Beispiel möglichst schnell und standardisiert im Internet abrufbar sein. Dies ist ein gemeinsames Ziel der Bayerischen Staatsregierung und der kommunalen Spitzenverbände in Bayern und soll die Transparenz bei politischen Prozessen und behördlicher Aufgabenwahrnehmung fördern, stellte Pschierer fest.

Weitere Angebote bestehen etwa mit dem Grabungsatlas, der zur Unterstützung des Breitbandausbaus alle geplanten Tiefbaumaßnahmen und bestehenden Leerrohre erfasst. Mit dem Projekt VBORIS werden die Bodenrichtwerte der Gutachterausschüsse zur Verfügung gestellt.

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