eGovernment in Bayern

Pschierer gründet Rat der Ressort-CIOs

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Neu gegründet: ein Rat der Ressort-CIOs

Um diese Richtlinienkompetenz im Zusammenspiel mit den Ministerien und der Staatskanzlei umzusetzen, hat Pschierer einen Rat der Ressort-CIOs auf Abteilungsleiterebene einberufen. In diesem Gremium sollen künftig alle strategischen Entscheidungen entschieden werden. Daneben wird es einen neuen Steuerungskreis für die beiden staatlichen Rechenzentren geben, um den Betrieb zu koordinieren und gemeinsame Betriebskonzepte zu entwickeln. Die etablierten Gremien, auf politischer Ebene der vom bayerischen Landtag geführte IuK-Beirat und – auf kommunaler Ebene – den eGovernment-Pakt, will Pschierer noch stärker zum Ideenaustausch, Anstoß von richtungweisenden Projekten und einer Interessen-Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, Kommunen und Wissenschaft nutzen.

Zuständigkeit und Verantwortung des CIO

Weitere Aufgabenfelder von Franz Josef Pschierer werden die Fortschreibung der IT–Strategie des Landes und des eGovernment-Konzepts für den Freistaat sein. Er wird Geschäftsprozessanalysen im Vorfeld von IT-Entwicklungen und von Geschäftsprozessoptimierungen bei ressort- und ebenenübergreifenden Verfahren anregen und die Steuerung des Mitteleinsatzes bei größeren IT-Projekten mithilfe von Zustimmungsvorbehalten übernehmen.

Ein wesentlicher Punkt wird in diesem Zusammenhang die Budgetverantwortung über die zentralen eGovernment-Mittel für die Entwicklung von Basiskomponenten und die Finanzierung von basiskomponentenbezogenen Landeslizenzen sein. Pschierer kann sich dabei in Kürze auf ein strategisches IT-Controlling zur Überwachung und Steuerung des IT-Einsatzes in der Staatsverwaltung stützen, das derzeit in Zusammenarbeit mit den Ressorts aufgebaut wird.

Besonders wichtig, um die vom Rechnungshof kritisierten Abstimmungsprozesse zu optimieren, werden die übergreifende Koordinierung der IT-Planungen sowie die Abstimmung des Bedarfs mit den Rechenzentren als deren Dienstleister sein. Denn nur so ist die Umsetzung von wichtigen IT- und eGovernment-Maßnahmen im Sinne der Ziele des Freistaats Bayern möglich. Dabei wird es vor allem darauf ankommen, mit den bereits entwickelten Basiskomponenten die bestehenden Verwaltungsabläufe noch effizienter elektronisch abzubilden.

Für die weitere Konsolidierung der Landes-IT, aber auch für die erforderliche Sicherheit, ist zudem die Überwachung, Gesamtsteuerung und konzeptionelle Fortentwicklung der IT-Sicherheits- und Notfallvorsorgeprozesse sowie die Koordinierung der IT-Beschaffung notwendig. Letzteres gilt insbesondere für die landesweiten Rahmenverträge zur Beschaffung von Hard- und Software und IT-Dienstleistungen.

Natürlich wird Pschierer Bayern darüber hinaus in allen länder- und ebenenübergreifenden IT- und eGovernment-Gremien mit fachübergreifender Aufgabenstellung vertreten. Neben der Einbindung der Kommunen in die IT- und eGovernmentstrategie ist dabei besonders die Vertretung des Freistaats im IT-Planungsrat zu nennen.

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