eGovernment in Bayern

Pschierer gründet Rat der Ressort-CIOs

02.10.2009 | Redakteur: Manfred Klein

Die Staatskanzlei des Freistaates Bayern
Die Staatskanzlei des Freistaates Bayern

Bayern konnte im Laufe der vergangenen zwölf Monate eine ganze Reihe von Erfolgen beim eGovernment verbuchen. Doch auch der Freistaat hat noch nicht alle Probleme gelöst, wie eine Analyse des Bayerischen Obersten Rechnungshofes zeigte.

In seiner IuK-Strategie aus dem Jahr 2005 hatte sich der Freistaat Bayern folgende Prioritäten bei der Neugestaltung seiner Informationstechnologie und seiner eGovernment-Initiative gesetzt:

  • Optimierung der IuK-Prozesse, insbesondere beim Personal- und Ressourceneinsatz,
  • Aufbau von leistungsfähigen, flexiblen, interoperablen und standardisierten IuK-Architekturen,
  • Schaffung von zukunftsfähigen, sicheren und leistungsfähigen IuK-Infrastruktur für die Verwaltung,
  • Transparenz,
  • Optimierung der IuK-Beschaffung,
  • Reduzierung von Abhängigkeiten,
  • Motivation der Mitarbeiter.

Bei der Umsetzung dieser Ziele ist man in den vergangenen Jahren ein gutes Stück vorangekommen; so wurden deutliche Fortschritte bei der zentralen Beschaffung, der Festlegung und Fortschreibung von Standards, bei Basiskomponenten und dem Aufbau einer technischen Infrastruktur erzielt. Dennoch ist die Feststellung nicht untertrieben, dass noch viel zu tun ist und weitere Verbesserungen anzugehen sind.

Ähnlich sieht das auch der Landesrechnungshof. In der Bewertung der bisherigen IT-Strategie kommt er zu dem Ergebnis, dass zwar wichtige Erfolge erzielt worden seien, etwa bei der Einführung eines integrierten Verfahrens für die Personalwirtschaft oder dass die Zentrale IuK-Leitstelle im Staatsministerium des Innern wichtige Bündelungsfunktionen übernommen hat. Der Landesrechnungshof kritisiert aber auch, dass neben der Leitstelle auch andere Organisationseinheiten für übergeordnete Aufgaben zuständig sind, was die Umsetzung verzögere und verteuere. Abhilfe, so der Rechnungshof in seiner Empfehlung zur Optimierung der IT-Steuerung, ließe sich am besten durch die Position eines zentralen IuK-Beauftragten, also eines Landes-CIO schaffen, bei dem die übergreifende Zuständigkeit für IuK gebündelt werde.

Bekanntlich wurde die entsprechende Position mittlerweile eingerichtet. Seit dem 1. August hat der Staatssekretär im Finanzministerium, Franz Josef Pschierer, die Funktion des Landes-CIO übernommen.

Bei der Bewältigung der künftigen Aufgaben, insbesondere der vom Rechnungshof angemahnten Vereinheitlichung der Organisationsstruktur und der weiteren IT-Konsolidierung, kann Pschierer allerdings mit einem besonderen Pfund wuchern: den nicht unbedeutenden Erfolgen, die die Bayern im IT-Bereich und im eGovernment vorweisen kann.

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