Datensicherheit für die Gesamtschule Voerde

Professionelle Datenrettung: Wenn das Netzteil die Platte grillt

20.04.2011 | Redakteur: Gerald Viola

Professionelle Datenrettung (auch) für Schulen
Professionelle Datenrettung (auch) für Schulen

In Schulen sammeln sich jedes Jahr viele Daten an, über Schüler, ihre Noten und Zeugnisse. Mit diesen Daten muss nicht nur besonders sorgsam umgegangen werden, es gelten auch lange Aufbewahrungsfristen. Auch an der Gesamtschule Voerde hatte man diese Daten sicher verwahrt, doch ein elektrischer Schaden führte zum Verlust und nur mit der professionellen Hilfe eines Datenretters konnten die Daten wiederhergestellt werden.

Rund 750 Schülerinnen und Schüler lernen an der Gesamtschule im niederrheinischen Voerde und können dort nach ihren Neigungen und Begabungen alle Schulabschlüsse machen, von Hauptschulabschluss und Sekundarabschluss 1 über Fachoberschulreife bis zu Fachhochschulreife und Abitur. Eine Schule hat wie eine Behörde bestimmte Auflagen, wie sie mit Daten umzugehen hat, angefangen vom Schutz personenbezogener Daten bis hin zur Aufbewahrung.

Im Schulgesetz Nordrhein-Westfalens gibt es dazu die „Verordnung über die zur Verarbeitung zugelassenen Daten von Schülerinnen, Schülern und Eltern (VO-DV I)“. Dort ist in Paragraf 9 zum Beispiel festgelegt, dass Zeugnislisten, Zeugnisdurchschriften und Klassenbücher 10 Jahre aufbewahrt werden müssen, Schülerstammblätter 20 Jahre und Zweitschriften von Abgangs- und Abschlusszeugnissen sogar 50 Jahre.

Überraschung: im Tresor und doch nicht sicher

Der Schutz und die Sicherheit der Daten ist Chefsache und so speicherte Roland Sieling, der stellvertretende Schulleiter, die rund 350 GB an Sicherungskopien von Schülerdaten, Zeugnissen, Sekretariatsdaten auf einer externen Festplatte Western Digital My Book mit 500 GB und verwahrte sie im Tresor. Anfang Dezember 2010 nahm er sie wie gewohnt aus dem Safe und schloss sie an seinem Rechner an – doch nichts geschah. Der Rechner erkannte die Platte nicht und diese gab auch keinen Ton von sich.

Rektor Sieling wurde bewusst, dass er hier gerade Zeuge einer Katastrophe wurde, denn der Großteil dieser aufbewahrungspflichtigen Daten existierte nur noch auf dieser Festplatte. „Diese Daten anderweitig neu zu erstellen wäre gar nicht möglich gewesen, da weitere Sicherungen nur in Papierform und das in vielen Aktenordnern an unterschiedlichen Stellen vorliegen“, sagte Roland Sieling zu den Alternativen. Also blieb ihm nichts übrig, als sich auf die Suche nach einem Datenretter zu machen. Eilig war die Sache nicht, da es keine aktuelle Anfrage bezüglich der Daten gab, aber wiederhergestellt werden mussten sie.

„Ich habe mich im Internet erkundigt, welche Tests zu Datenrettungsfirmen vorliegen und dort hatte CBL Datenrettung als eine der besten Firmen abgeschnitten. Mit einer anderen Firma hatten wir vor Jahren schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht und deshalb war CBL – auch wegen des Preises und der Möglichkeit als Schule bevorzugt behandelt zu werden – die erste Wahl. Und ...“, ergänzte der Pädagoge. „... wir wurden nicht enttäuscht, sondern mehr als zufrieden gestellt.“

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