Hochgeschwindigkeits-Konnektor für Kliniken

Praxis-Komplettpaket für Online-Update der eGK

| Redakteur: Manfred Klein

dLAN-Adapter von Devolo für die Vernetzung der Arztpraxis über das Stromnetz. Der Vorteil: ermöglicht ein gekapseltes Netzwerk, zusätzliche Verkabelung ist überflüssig
dLAN-Adapter von Devolo für die Vernetzung der Arztpraxis über das Stromnetz. Der Vorteil: ermöglicht ein gekapseltes Netzwerk, zusätzliche Verkabelung ist überflüssig (Bild: Devolo AG)

Vernetzung wird für Kliniken. Praxen und Versorgungseinrichtungen immer wichtiger. Damit wachsen aber auch zumeist die Probleme. Zu fremd sind vielen Medizinern die technischen Funktionen und Aspekte. Den Kommunikationsstau aufzulösen haben sich einige Hersteller auf conhIT zur Aufgabe gemacht.

So zeigte die Concat AG zusammen mit Ihren Partnern Paessler, KoCo Connector, n-design, Devolo, Netdesign und ePortrait auf der conhIT eine Reihe von Neuerungen für Arztpraxen und Kliniken.

Im Mittelpunkt standen dabei folgende Szenarien: ein Komplettpaket für das Online-Update der eGK in der Arztpraxis (gematik-Rollout Phase 1); proaktives IT-Monitoring für Praxis oder Krankenhaus sowie eine Fotokabine zur Erstellung des eGK-Fotos mit passender Smartphone-App.

Zudem hat Devolo gemeinsam Concat ein Komplettpaket geschnürt, um Arztpraxen schnell für das Online-Update fit zu machen. Laut gematik-Plan werden ab Herbst dieses Jahres 1.000 Arztpraxen und zehn Krankenhäuser das Online-Update der eGK testen. Das Concat-Komplettpaket für diesen Rollout besteht aus dem e-Kiosk der Concat AG mit eGK-Lesegerät und Konnektor der KoCo Connector AG (KoCoBox MED+), Netzwerkadaptern der Devolo AG sowie der Software n-pat von n-design für den eGK-Update: In weniger als zwei Stunden erfolgt die Installation der dLAN-Adapter mit AES-128-Bit-Verschlüsselung, eine zusätzliche Verkabelung ist überflüssig.

Die dLAN-Geräte sind mit Netzwerkintelligenz ausgestattet und verbinden sich über das Stromnetz untereinander zu einem gekapselten Netzwerk, das nur für die Praxis erreichbar ist. An die Adapter lassen sich LAN-Geräte in jedem Raum lokal anschließen: Drucker, PC, Lesegerät, Konnektor, Kiosk, etc. (siehe Foto).

Damit diese Installation reibungslos vonstatten geht, plant Concat gemeinsam mit dem Arzt die gewünschte Variante und konfiguriert und testet alle Komponenten im Vorfeld. Zum geplanten Termin in der Praxis wird die Installation nach weniger als zwei Stunden funktionstüchtig übergeben. Die Praxis muss nicht den ganzen Tag lahmgelegt werden und ist zudem unabhängig von PVS-Herstellern.

Erstmals zeigte Concat auf der conhIT das proaktive IT-Health-Monitoring für Praxen und Kliniken, das Concat gemeinsam mit seinem Partner Paessler aus Nürnberg anbietet. Der Einsatz eines PRTG-Monitoringtools soll sicherstellen, dass Performanceprobleme oder Fehler proaktiv erkannt und behoben werden, bevor die Arzthelferin oder der Krankenhaus-IT-Leiter sie bemerken.

PRTG Network Monitor überwacht zum Beispiel Geräte wie PC, Drucker, Laborgeräte, Fiebermessgeräte etc. Alerts kommen automatisch im Concat-Helpdesk in Wendelsheim an; im Fehlerfall werden die Supportmitarbeiter sofort aktiv.

Mit dem Partner ePortrait präsentiert Concat eine Fotokabinen-Lösung. Die ePortrait-Software ermöglicht es Neu- und Bestandsversicherten, schnell und einfach ein digitales Lichtbild zu beschaffen (von zu Hause, in der Geschäftsstelle ihrer Krankenkasse oder per Smartphone-App). Alle Fotos werden über eine Plattform zusammengeführt, was die Prozesse für viele Krankenkassen beschleunigt. Messebesucher können die Anwendung am e-Kiosk der Concat oder per Smartphone-App live testen.

Den ersten High-Speed-Konnektor (HSK) mit intelligentem Cluster-Konzept für Krankenhäuser und Medizinische Versorgungszentren (MVZ) stellte die Concat AG ebenfalls auf der conhIT in Berlin vor. Net-design entwickelte den HSK speziell für hochverfügbare IT-Umgebungen (Data Center), da ein Standardkonnektor solchen Anforderungen nicht genügt. Für Softwarehäuser bietet Concat ein Software-Development-Kit (SDK) mit Testmodulen und unterstützt bei Einrichtung und Anpassungen.

Der Hochgeschwindigkeits-Konnektor (HSK) ist für den Einsatz in Rechenzentren gedacht und als separater 19-Zoll-Schrank oder als Einschub (11 oder 19 Zoll) für solche Schränke verfügbar. Optional kann er mit einem integrierten Server für den Betrieb der Komponenten und einem 20V-Servernetzteil geliefert werden.

Zentrale Softwarekomponente des HSK ist ein Ressourcen-Manager für die Verwaltung von Arbeitsplätzen, Mandanten (Ärzte), Anwendungen (KIS), Konnektoren, eGK-Terminals, Karten, IP-Adressen etc. Vordefinierte Routinen prüfen und gleichen ab, wer mit wem nach welchen Regeln zusammenarbeitet. Eine Admin Controller App liefert Informationen über den Zustand der verschiedenen Konnektoren. Für Softwarehäuser bietet Concat ein Entwicklungs-Kit zur Integration mit Beispielprogrammen und Testmodulen.

Der HSK eignet sich optimal für den Online-Rollout Stufe 1 (ORS1) der gematik, der ab Herbst dieses Jahres in zwei Testregionen startet.

Als Partner von net-design für Deutschland konfiguriert Concat den HSK (auf Wunsch auch weitere Komponenten rund um die eGK) für Krankenhaus oder MVZ und installiert diesen dann in kurzer Zeit. Ein proaktiver Monitoring-Service auf Basis der PRTG-Software von Paessler ergänzt das Dienstleistungsangebot der Concat für die E-Health-Branche: Das PRTG-Tool überwacht die Infrastruktur, erkennt Leistungsengpässe oder Fehler rechtzeitig und meldet diese an den Helpdesk der Concat, der eingreift, noch bevor Arzt oder Admin etwas bemerken.

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