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Gründung der Public-Private-Partnership „buergerservice.org“ PPP lädt zum Mitmachen beim eGovernment ein

Redakteur: Susanne Ehneß

Nur bei etwa 30 Prozent aller neu beantragten Personalausweise wird die Online-Ausweisfunktion freigeschaltet. Hier will der neu gegründete gemeinnützige Verein „buergerservice.org“ ansetzen: Die Medienkompetenz und das Vertrauen der Bürger sollen gefördert werden.

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Viele Bürger wissen mit der Online-Ausweisfunktion nichts anzufangen und lassen sie deshalb nicht freischalten. Buergerservice.org möchte die Kommunen bei der Beratung unterstützen
Viele Bürger wissen mit der Online-Ausweisfunktion nichts anzufangen und lassen sie deshalb nicht freischalten. Buergerservice.org möchte die Kommunen bei der Beratung unterstützen
(Bild: BMI)

Der in Berlin gegründete, gemeinnützige Verein „buergerservice.org“ hat ein hehres Ziel: Man will bei der flächendeckenden Umsetzung von neuem Personalausweis (nPA), DE-Mail und sicherer Kommunikation helfen und somit einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung von Medienkompetenz, IT-Sicherheit und Datenschutz leisten.

„Auf Seiten der Politik, der Behörden und der Industrie beschäftigt zur Zeit viele Marktteilnehmer im Umfeld der Online-Ausweisfunktion des neuen Personalausweises (nPA) und der De-Mail die Frage, wie ein Netzwerkeffekt für diese neuen Infrastrukturkomponenten für mehr Sicherheit und Datenschutz im Internet ausgelöst werden kann“, heißt es dazu auf der Homepage des Bündnisses. Durch die Gründung einer Public-Private-Partnership (PPP) in Form eines Vereins sollen nun die „erforderlichen Rahmenbedingungen für die Herstellung des Netzwerkeffektes auf Seiten der Politik, der Behörden und der Industrie in den nächsten Monaten hergestellt werden“.

Erste Projekte

In der Gründungsphase konnten bereits die beiden Projekte „BuergerDVD (SaferPC)“ und „Bürgerterminal“ umgesetzt werden:

  • Bürgerterminal: Der Bürger kann damit beim Abholen des neuen Personalausweises, in eGovernment-Sprechstunden oder auch am Arbeitsplatz eines Behördenmitarbeiters erfahren, welche Dienste zur Verfügung stehen und wie der Einsatz des neuen Personalausweises funktioniert. Da gerade die kleineren Kommunen aus wirtschaftlichen Gründen kein eigenes physisches Bürgerterminal aufstellen können, wurde mit Gemeinden eine Variante für Standard-PCs konzipiert (virtuelles Bürgerterminal).
  • BuergerDVD: Die bootfähige DVD gewährleistet Plug&Play für die Nutzung der Online-Ausweisfunktion des nPA und ist damit für Einweisungen, Schulungen und Trainings der Online-Ausweisfunktion an öffentlich zugänglichen PCs in Kommunen und anderen Behörden, aber auch auf PCs im heimischen Umfeld, geeignet. Auf Basis des freien Linux-Betriebssystems Ubuntu, ergänzt um die Ausweis-App und den passenden Firefox-Browser, stellt die DVD eine sichere Ablaufumgebung zur Verfügung.

„Nach unseren Analysen gibt es in Deutschland circa 42 Millionen PCs, welche standardmäßig das Betriebssystem der BuergerDVD selbständig booten“, erläutert Vereinvorsitzender Rudolf Philipeit. „Damit können unsere Mitglieder ihren Dienstenutzern, also den Bürgerinnen und Bürgern, für die Verwendung der Online-Ausweisfunktion eine problemlos funktionierende Ablaufumgebung entsprechend dem Plug&Play-Gedanken zur Verfügung stellen.“

Laut Philipeit soll die BuergerDVD im ersten Schritt, eventuell auch als USB-Stick- oder SD-Card-Version, auf öffentlich zugänglichen PCs (Schulungs-und Bürgerterminals) im kommunalen Umfeld und in anderen Behördeneinrichtungen mit Publikumsverkehr, zum Beispiel beim Vereinsmitglied Deutsche Rentenversicherung Bund, zum Einsatz kommen. „Dort können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die eigenen und weitere Anwendungen zur Online-Ausweisfunktion allen Interessenten nahebringen“, so Philipeit.

Zum Vertiefen der an den Terminals gemachten Erfahrungen und für die ersten eigenen Nutzungsfälle mit der Online-Ausweisfunktion sollen die Bürger eine BuergerDVD kostenfrei erhalten. „Die unveränderbare DVD gewährleistet hierbei allerhöchsten Schutz selbst bei Verwendung einfachster Basiskartenlesegeräte“, versichert Philipeit.

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