Microsoft System Center: Servermanagement

Polizei Hessen hält 150 Fachanwendungen automatisch aktuell

01.11.2010 | Redakteur: Gerald Viola

Hessen will bis zum Jahr 2015 zu einem der sichersten Bundesländer werden – so das Ziel der Landesregierung. Rund 18.500 Bedienstete der Polizei sind für die Sicherheit in Hessen zuständig. Das Vorhaben scheint gut zu gelingen: Die Aufklärungsquote erreicht seit 1999 jährlich neue Rekordstände. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Leistungs- und Zukunftsfähigkeit der Informationstechnik der hessischen Polizei mit einer effizienten IT-Infrastruktur.

Eine Herausforderung ist es, die rund 13.500 Clients zu verwalten, die sich landesweit über rund 210 Orte verteilen. Denn: „Die Polizeipräsidien, Direktionen und Dienststellen haben verschiedene fachliche Aufgaben zu erfüllen, die besondere Software erfordern“, erklärt Alfred Kayser, der Präsident des Präsidiums für Technik, Logistik und Verwaltung, bei dem das SCCM-Projekt angesiedelt ist.

Die Dienststellen etwa benötigen für die erkennungsdienstliche Behandlung die Anbindung von Fingerabdruckscanner und Kamera. Die Kriminaltechnik des Landeskriminalamtes und die Präsidien setzen ebenfalls Spezialsoftware ein. Diese Anwendungen sind stets aktuell zu halten.

Dabei sind die Standorte in unterschiedlicher Bandbreite per WAN-Strecken mit der Zentrale verbunden. „Das reicht von 0,5 bis 100 Megabit pro Sekunde“, erläutert Peter Huth, Referatsleiter Technik beim Landespolizeipräsidium Hessen. „Und jeder Bedarfsträger will seine Software so schnell wie möglich aktualisiert haben. Daher müssen wir die Softwareverteilung gut koordinieren, um den Betrieb nicht zu stören.“

Bislang war eine proprietäre, skriptbasierende Lösung Marke Eigenbau im Einsatz. „Es war selten möglich, ein Patch während der Arbeitszeit aufzuspielen, ohne Störungen auszulösen“, erinnert sich Huth. Dies führte zum Entschluss, eine neue Systemverwaltung einzuführen.

Die Größe des Projekts ist beachtlich. Es geht um rund 150 Softwarepakete. Die Palette reicht von Microsoft Office über PDF Reader, Treiber für Fingerabdruckscanner und Kameras bis hin zu polizeispezifischen Clients, die Bildmaterial als digitales Beweismittel sichern.

Wichtig ist auch ComVor, das zentrale Vorgangsbearbeitungssystem der Polizei Hessen, das gemeinsam mit den Ländern Baden-Württemberg, Brandenburg und Hamburg entwickelt wird. Es ist eine der polizeilichen Kernanwendungen, damit führen die Beamten in den Dienststellen die polizeiliche Sachbearbeitung durch, sei es bei Handtaschendiebstahl, Betrug oder Schlägereien.

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