eGovernment Summit 2014

Plattform des offenen Erfahrungsaustausches

| Autor / Redakteur: Manfred Klein / Susanne Ehneß

Schäfer weiter: „Die interkommunale Zusammenarbeit spielt eine sehr wichtige Rolle! Die kommunale Ebene ist die Ebene der Bürger. Hier kommen die Menschen regelmäßig mit den Behörden in Kontakt. Deshalb sind gerade die Kommunen ein wichtiger Umsetzungspartner für ein erfolgreiches eGovernment. Doch die einzelnen Kommunen sind häufig nicht alleine in der Lage, solche Angebote wirtschaftlich umzusetzen. Aus diesem Grund ist die interkommunale Zusammenarbeit so wichtig. Eine pauschale Strukturempfehlung macht nach meinem Dafürhalten wenig Sinn. Das ganze muss praktikabel sein und sich an den Gegebenheiten vor Ort ausrichten.“

Und der saarländische Kollege, CIO Dr. Hanno Thewes, erklärte: „Interkommunale Zusammenarbeit ist ein Gebot der Stunde. Der Betrieb von IT-Infrastruktur muss gebündelt werden. Ich glaube sogar, dass interkommunale Kooperation zu kurz springt. Bei uns im Saarland haben wir verabredet, dass Land und Kommunen gemeinsam IT organisieren.“ Auch der jüngst erneuerte eGovernment-Pakt unterstreiche das.

Staatssekretärin Heike Raab, die IT-Beauftragte der Landesregierung Rheinland-Pfalz, ergänzte: „Interkommunale Zusammenarbeit wird eine immer größere Rolle einnehmen. Unter dem Motto ‚Starke Kommunen – starkes Land‘ fördern wir seitens des Innenministeriums solche Kooperationen.“ In Zeiten der Schuldenbremse sei jedoch die Bereitstellung finanzieller und personeller Ressourcen für eGovernment eine große Herausforderung, so Raab.

Und der Staatsrat Hans-Henning Lühr, in Bremen zuständig für eGovernment, unterstrich die Bedeutung der interkommunalen Zusammenarbeit mit den Worten: „Bereits seit 2002 arbeiten wir mit über 60 Kommunen und Kreisen in der ‚Virtuellen Region Nordwest‘ zusammen und haben viele Projekte gemeinsam vorangetrieben. Die interkommunale Zusammenarbeit wird auch in Zukunft wichtig bleiben. Deshalb hat die VIR-Nordwest sich jüngst zum Erprobungsraum für eGovernment erklärt.“

Fazit

Lühr wies auch auf die weiteren Themen des eGovernment Summit hin. So betonte Lühr die Notwendigkeit des Datenschutzes. „Nach den Skandalen um die Geheimdienste und ihrer Ausspähpraxis muss der Staat Vertrauen bei den Bürgern zurückgewinnen. Die Verwaltung investiert schon jetzt viel in IT-Sicherheit und entwickelt neue Angebote wie den neuen Personalausweis. Doch diese Bemühungen werden konterkariert, wenn Sicherheits- und andere Behörden ihre Kompetenzen überschreiten oder Fähigkeiten missbrauchen. Vor diesem Hintergrund müssen wir auch die Aufgabenteilung mit dem privaten Sektor neu denken.“

Horst Robertz von VMware zog daraus das Fazit: „Der eGovernment Summit bietet die ideale Plattform für den Austausch von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft rund um das Thema eGovernment. In einem kleinen Kreis von Fachkundigen können hier Themen, die für die Modernisierung der Behörden-IT Struktur wichtig sind, offen diskutiert werden. Selten gab es in den letzten Jahren eine Veranstaltung, bei der alle Ebenen der deutschen Behörden-Landschaft aus Bund, Land und Kommune gemeinsam mit der Wirtschaft Innovation in kleinen Gruppen offen besprechen konnten.“

Rückblick auf den Summit 2013:

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 43065757 / Kommunikation)