Potenzial von offenen Verwaltungsdaten realisieren

Plädoyer für einen nachhaltigen Umgang mit Open Data und GovData

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In Deutschland sollten sich die Verantwortlichen daher fragen, wie nachhaltig mit offenen Daten, offenen Verwaltungsdaten und Verwaltungs-Apps künftig umgegangen werden soll. Das Konzept einer nationalen Open-Data-Infrastruktur kann hierzu den Rahmen für Netzwerke, Kataloge, Portale, Anbieter, Institute, Nutzer und eine inhaltliche Erschließung bieten.

Die Wirtschaftsförderung ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Schwerpunkt, um aus guten Ideen und überzeugenden Prototypen Dienstleistungen und Produkte zu machen.

Benötigt werden nachhaltige Förderstrukturen, damit Unternehmen und die Wissenschaft mit ihren Umsetzungen neue volkswirtschaftliche Werte schaffen.

Das Potenzial offener Verwaltungsdatenbestände und dessen Konsequenzen für eine Neugestaltung ganzer Politikbereiche müssen konsequent durchdacht und erschlossen werden.

So geht es beispielsweise nicht nur um offene Bildungsdaten, Gesundheitsdaten und Pflegedaten, sondern auch um die Gestaltungskraft einer offenen Bildungspolitik, offenen Gesundheitspolitik oder offenen Pflegepolitik.

Gemeinsame Verantwortung

Die Öffnung der Datenbestände betrifft alle Bereiche von Politik und Verwaltung. Erste Ansätze dazu finden sich an verschiedenen Stellen im Koalitionsvertrag. Diese Vorlage gilt es nun über alle Ressorts hinweg aufzugreifen und über die kommenden Jahre gemeinsam zu veredeln.

Die besondere Verantwortung für diesen Gestaltungauftrag liegt gleichermaßen beim federführenden Bundesinnenministerium, beim Bundeswirtschaftsministerium und dem Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur. Bürger und Unternehmen erwarten auch hier ambitionierte Vorgaben von der Politik, um gemeinsam Deutschlands Zukunft erfolgreich zu gestalten.

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