Einheitliche Behördenrufnummer 115

Pilotprojekt findet Aufnahme in Koalitionsvertrag

25.02.2010 | Redakteur: Manfred Klein

Die Einheitliche Behördenrufnummer 115 präsentiert sich ebenfalls auf dem Stand der IT-Beauftragten der Bundesregierung. Der Bürgerservice ist seit elf Monaten in den teilnehmenden Regionen in der Pilotphase. Der Betrieb läuft stabil und die Bürger beginnen ihre persönliche Behördenauskunft zu schätzen.

Nach Einschätzung des Bundesinnenministeriums existieren in der Bundesrepublik auf den drei Verwaltungsebenen rund 20.000 Behörden. Selbstverständliche hat jede dieser Behörden in der Regel eine eigene Rufnummer – plus einige Sonderrufnummern.

Diese Fülle stellt – obwohl die meisten Behördenkontakte im kommunalen Umfeld stattfinden, der Bürger also in der Regel weiß, an welche Verwaltung er sich wenden muss – selbst für Behördenprofis gelegentlich ein Problem dar, wenn es um die Wahl des richtigen Ansprechpartners geht. Gleichzeitig ist das Telefon – trotz eMail und Internet – weiterhin das am häufigsten genutzte Kommunikationsmittel zwischen der Öffentlichen Verwaltung und dem Bürger dar. Daraus – und aus dem Erfolg vergleichbarer Projekte, etwa dem Bürgerruf in New York – leitete sich die Forderung nach einer einzigen, leicht zu merkenden Rufnummer ab, über die Bürger Informationen zu Leistungen der Öffentlichen Verwaltung direkt abfragen können.

Seit dem 24. März 2009 erhalten Bürger und Unternehmen in der Pilotregion mit der 115 erstmalig einen direkten telefonischen Draht in die Verwaltung. Ob Termine beim Standesamt, Fragen zum An-, Um- oder Abmelden, zu Gebühren oder benötigten Unterlagen – unter der 115 werden genau diese Fragen geklärt.

Dazu das Bundesinnenministerium: „Zunächst startete der Pilotbetrieb der Einheitlichen Behördenrufnummer 115 in teilnehmenden Städten und Kreisen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen und den Stadtstaaten Berlin und Hamburg, sodass damit insgesamt rund 10 Millionen Menschen den neuen Bürgerservice erproben können.“

Von Beginn an wurden dabei von Bundesseite 14 Behörden eingebunden. Im Laufe der auf zwei Jahre angesetzten Pilotphase werden schrittweise weitere Kommunen, Regionen, Landes- und Bundesbehörden hinzukommen. So werden ab März die Städte Frankfurt und Offenbach sowie Neuss und Dienstlaken neue Teilnehmer im D115-Verbund. Und im April soll mit der Stadt Münster eine weitere Region den neuen Bürgerservice anbieten.

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