Public Service Summit 2010

People powered Public Sector

Seite: 3/4

Firmen zum Thema

Projektideen für moderne Verwaltungen

In einem der Vorträge in Stockholm wurde auch das Projekt „Code for America“ vorgestellt. Die Organisation „Code for America“ will Stadtverwaltungen in Amerika helfen, Web-2.0-Technologien besser zu nutzen und so eine bessere Servicequalität für ihre Bürger zu erreichen. Dazu bringt sie Verwaltungen mit einem Team von Web-2.0-Experten zusammen, die dann gemeinsam eine neue Web-Anwendung für die Stadt erstellen.

Die Städte müssen sich dazu ebenso wie die Experten einem Bewerbungsverfahren unterziehen. Die Projektideen der Verwaltungen müssen dabei fortschrittliches Denken beweisen und den Willen zu einer langfristigen Veränderung. Das Projekt muss für mehr Effizienz, mehr Transparenz in der Verwaltung und mehr Teilhabe seitens der Bürger sorgen.

Die Web-Experten müssen in ihrer Bewerbung vorweisen, dass sie bereits Web-2.0-Anwendungen selbstständig erarbeitet oder in großen Stücken daran mitgearbeitet haben.

Während einer Dauer von mehreren Monaten entwickeln die Teams aus je fünf Experten in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Stadtverwaltung eine Strategie zur Umsetzung des Projektes. Die Umsetzung soll bereits nach elf Monaten erfolgt sein. Erfolgreiche Web-Anwendungen stehen anschließend anderen Städten kostenlos zur Verfügung und können bei Bedarf übernommen werden.

Für das Programm 2011 wurden vier Städte (Seattle, Washington D. C., Philadelphia und Boston) aus 362 Bewerbungen sowie 20 Experten ausgesucht. Die Stadt Philadelphia bewarb sich mit der Idee, neue Kommunikationswege für die Bürger untereinander zu finden. Dabei soll eine App es den Bürgern ermöglichen, Gruppen und Netzwerke zu bilden, sogenannte Nachbarschaftshilfen. Die Anwohner sollen Zugang zu Informationen über ihre Nachbarschaft erhalten und sich mit anderen Anwohnern mit denselben Problemen vernetzen. Auf diesem Wege informieren sie gleichzeitig auch die Verwaltung, die ihre Aufgaben so effizienter erledigen kann.

Nächste Seite: Die Lebensader der digitalen Gesellschaft

(ID:2049143)