eAkte

PDF-Rendition Server erleichtert Justiz Bayern den Weg zu eJustice

| Autor / Redakteur: Nicole Gauger / Ira Zahorsky

Die Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs in der Justiz macht u.a. die Konvertierung von Dokumenten in PDFs nötig.
Die Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs in der Justiz macht u.a. die Konvertierung von Dokumenten in PDFs nötig. (Bild: Pixabay / CC0)

Die Unisys Deutschland GmbH, ein weltweiter IT-Dienstleister, ist seit 2003 Outsourcing-Partner der Justiz in Bayern und entwickelte sich seitdem kontinuierlich weiter. Zu den jüngsten Projekten gehört die Einführung des Rendition Servers. Diese Lösung der Foxit Europe GmbH konvertiert zentral pro Woche derzeit etwa 10.000 Dokumente zuverlässig in das PDF-Format, die somit (Speicher-) platzsparend, revisionssicher und beweiswerterhaltend gespeichert werden können.

Das Bayerische Staatsministerium der Justiz ist oberste Dienstbehörde für rund 14.150 Richter, Staatsanwälte, Rechtspfleger, Bewährungs- und Gerichtshelfer, Beamte der ersten und zweiten Qualifikationsebene und Arbeitnehmer sowie für etwa 5.675 Beamte und Arbeitnehmer im Justizvollzug. Das so genannte eJusticeGesetz vom 10. Oktober 2013 regelt zum 1. Januar 2018 die flexible und schrittweise Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs in der Justiz. Bis 2022 sollen möglichst viele Gerichte die elektronische Akte (eAkte) einführen. Die flächendeckende Einführung ist bis Januar 2026 geplant. Mit der eAkte erfüllt die Justiz die Vorgaben des Gesetzgebers. Im Freistaat Bayern ist das Landgericht Landshut das Pilotgericht. Seit 1. Dezember 2014 wird dort der elektronische Rechtsverkehr praktiziert und seit März 2015 läuft dort auch die Pilotierung der eAkte. Inzwischen wurde die elektronische Akte auch an den Landgerichten Regensburg und Coburg eingeführt.

Unterlagen elektronisch einreichen

Seit Ende 2017 können Prozessbeteiligte ihre Unterlagen nun elektronisch bei allen Gerichten in Bayern einreichen. Um die eingesetzten IT-Fachverfahren dem elektronischen Rechtsverkehr anzupassen, hat die bayerische Justiz eine elektronische Kommunikationsplattform, kurz eKP, eingeführt, welche den elektronischen Rechtsverkehr unterstützt. Für eJustice wurde zudem das elektronische Integrationsportal (eIP) eingeführt, das die Richter, Rechtspfleger und Servicekräfte bei der Arbeit mit der elektronischen Akte unterstützt. Eingehende papierbasierte Post wird bei Gericht TR-RESISCAN konform mit Opentext Captiva gescannt. Die Veraktung und Archivierung erfolgt im Format PDF/A-2U-Format. „2U“ steht für den zweiten Normteil von PDF/A, der unicode, also volltextfähig ist. Darüber hinaus sind die Dokumente dann auch barrierearm.

Einheitlicher Standard

Im Rahmen dieser wegweisenden Umstellung hat Unisys die Einführung des Rendition Servers von Foxit empfohlen. Dabei handelt es sich um eine zentrale Plattform für organisationsweite und standardisierte Konvertierung von Dokumenten nach PDF und PDF/A. Unisys lief damit bei der bayerischen Justiz aus mehreren Gründen offene Türen ein: Die Lösung ist zum einen in der Lage, große Volumina über entsprechende Lastverteilung zu verarbeiten. Außerdem verfügt sie über offene Schnittstellen und eine robuste Architektur, für den justiz-weiten Einsatz in Bayern. Mit dem Einsatz des Rendition-Servers ist es egal, wo in Bayern und durch wen ein PDF-Dokument erzeugt wird, es wird nach einem einheitlichen Standard, revisionssicher und schnell, erzeugt.

Unisys hat die Plattform entsprechend konfiguriert, so dass sie die gewünschten Ergebnisse schnell, in sehr hoher Qualität und vor allem nachvollziehbar erzielt. Im Vordergrund stand dabei ein hoher Durchsatz, mit dem die Anwender ihre Dokumente als konvertierte PDF-Dateien zügig erhalten. Das Produkt mit der Bezeichnung Unisys Rendition Server Interface (URSI) ermöglicht durch Unterstützung von SOAP, REST und offenen Schnittstellen eine einfache Anbindung an komplexe Systeme, wie die elektronische Kommunikationsplattform (eKP) und an das elektronische Informationsportal (eIP). Nachdem die Teststellung des Rendition Servers bei der Justiz Bayern die gewünschten Ergebnisse geliefert hatte, erfolgten die Bestellung und Einführung des Produktes.

„Der Rendition Server von Foxit ist die ideale Lösung, wenn man zentral und unternehmensweit Dokumente und Daten in PDF umwandeln will. Für die Anforderungen der bayerischen Justiz ist der Rendition Server wie gemacht“, sagt Thomas Ellegast, Projektmanager der Unisys Deutschland GmbH. Andreas Weinzierl, Referatsleiter bei der Jus-IT, bestätigt dies mit den Worten: „Mit der Einführung des Rendition Servers haben wir eine deutliche Performance-Steigerung bei der Erzeugung von PDF-Dokumenten erreicht. Für die Anwender der elektronischen Akte ist es eine massive Erleichterung, wenn sie Schriftsätze „on the fly“ im PDF-Format verakten können.“

Im nächsten Schritt wird die Anbindung des Rendition Servers an Microsoft SharePoint und die Einbindung über ein Plugin in den Windows Explorer geprüft, um die dort anfallenden Dokumente, z.B. gescannte TIFFs, in kompakte PDF/A-2U-Dokumente zu konvertieren.

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Man vergesse bei der Aufzählung der Mitarbeitergruppen nicht auch die externen Sicherheitsdienste...  lesen
posted am 16.07.2018 um 07:59 von Unregistriert


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